Montag, 29. Dezember 2008

Review: Gorgoroth - Under the sign of hell


Mittlerweile auch schon über 11 Jahre hat das 3. Gorgoroth-Album am Buckel. Damals noch auf dem deutschen Label Malicious Records erschienen, war es die bis dato vorletzte Veröffentlichung. Leider ist Malicious mittlerweile von der Bildfläche verschwunden, was eigentlich schade ist. Hatten sie doch mit den Debüts von Borknagar, Aura Noir und Dødheimsgard starke Platten rausgebracht. 

Kommen wir zur Musik: Nach dem Abgang von Sänger Hat, ist hier Gaahl-Vorgänger und jetzt als erneuter Schreihals Pest zu hören (allerdings nach der Spaltung in Infernus´ Version der Band). Infernus übernahm Gitarren und Bass, am Schlagzeug saß Grim, der sich am 4.10.1999 das Leben nahm. Los geht´s mit "Revelation of Doom", einem schnellen Opener mit interessantem Mittelteil, daß mich immer an den Anfang von Diamond Head´s "Am I Evil?" erinnert. Das folgende "Krig" sollte man sich mal genauer anhören, da das Riffing für Bandverhältnisse recht melodisch ausgefallen ist. "Profetens Åpenbaring" klingt mit seinem Klargesang etwas nach Isengard, was bei den restlichen Vocals eine willkommene Abwechslung ist. Die rückwärts abgespulten Passagen von "Postludium" hätte man sich sparen können. Mit "Ødeleggelse og Undergang", "Blood Stains the Circle" und "The Rite of Infernal Invocation" hat man wieder 3 Stücke im typischen Stil der Band (schnell und kompromisslos) im Programm. Allerdings wird beim vorletzen Song ein minutenlanges Donnergrollen angehangen, was mich immer schnell die Skiptaste drücken lässt. "The Devil is calling" als Schlusstitel, läßt das Album dann nochmal in langsameren Gefilden ausklingen. Das Booklet ist recht einfach als Klappkarte gestaltet. Nur ein paar Sätze in norwegisch mit einem verschwommenen Bandmitglied (?) im Hintergrund, sowie da Vinci´s "vitruvianischen Menschen" auf der Rückseite. Texte wie immer Fehlanzeige. Aufmachung fast flop, musikalischer Inhalt top. 
(Man beachte: Auf "Black Mass in Krakow" werden 5 der 9 Songs dieses Albums gespielt!)

A blast from the past - Poison (Ger) - Alive (Undead) 1987

Deutschland braucht sich in der Geschichte des extremen Metals nicht zu verstecken!

Hier ein Song von Poison!

Samstag, 27. Dezember 2008

Fucking Christmas Tour 2008 / 26.12.2008, KW70, Bad Salzungen





Zur Weihnachtszeit gabs mal wieder Metal im Kalle auf die Ohren. Allerdings war doch einiges anders, wie man vorerst annehmen sollte. Zum einen der Ausfall der Russen ARKONA als Headliner, die wegen Visaschwierigkeiten in ihrer Heimat bleiben mußten. Schade drum. Weiterhin bemängelbar war der Einlass von rechten Spacken. Wenn jemand problemlos mit nem "White Power"-Shirt durch den Eintritt kommt, sollte man die Security mal fragen, ob sie die Tomaten von den Augen nehmen können. Oder ist´s vom Veranstalter so geduldet? Könnte wetten, daß am 2.1. und 9.4. wieder ähnliche Gestalten dort auftauchen. Daß das Nichtraucherschutzgesetz im KW70 nicht beachtet wurde, war den überwiegenden Rauchern egal und der tolerante Nichtraucher hat sich auch nicht wirklich dran gestört. Es war allerdings zum Ende hin ganz schön zugenebelt. Aber egal, die Musik zählt und darum gehts jetzt.

Opener waren (nach einem endlosen Soundcheck) die Thüringer HELRITT. Diese sind in hiesigen Kreisen ja ganz gut bekannt und konnten mit ihrem Pagan Metal überzeugen und ließen die ersten Matten kreisen. Hauptaugenmerk war weiterhin ihr Album "Trotzend dem Niedergang" aber auch neue Stücke wurden vorgestellt. Der Titelsong dieses Albums sollte den Schlusspunkt in ihrem Set setzen, zur Zugabe gabs dann aber nochmal nen guten Midtempo-Banger auf die Ohren.





Als nächstes durften die Dänen VARDLOKKUR auf die Bretter. Diese mußten ihr Equipment fast im Alleingang aufbauen. Sänger Vrede hätte mit seiner Ganzkörperbemalung auch gut zu Gorgoroth gepaßt. Die Nordeuropäer waren zu dritt. Glücklicherweise hat man Bassisten Yngleborgaz nen geilen Sound aus seinem Viersaiter gezaubert, so daß das Fehlen einer zweiten Gitarre hier schon als Pluspunkt gewertet werden kann. Musikalisch gab´s das volle Brett. Kein Klargesang war zu verzeichnen. Mal höllisch schnell, dann wieder groovend - dem Publikum gefiel das sehr. Für mich die Überraschung des Abends!





Durch den Ausfall von Arkona sind MENHIR an erste Stelle gerückt. Soundcheck wurde kaum gemacht, was sich beim ersten Song mit einem zu leisen Monitorsound beim Bassisten rächen sollte. Menhir aus Breitungen hatten hier ja quasi Heimspiel, so wurden wir auch mit einem "Hallo Zuhause!" begrüßt. Musikalisch war es hier gewohnt hymnisch, mit vielen cleanen Vocals, die auch von vielen lauthals mitgesungen wurden.





Ein toller Abend, der schon hungrig auf den 2.1. und 9.4.2009 macht!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Neuzugänge für´s PSOA 2009: Rotten Sound + Azarath

Die finnischen Landesmeister des professionellen Kopfeinschlagens ROTTEN SOUND (fin) spielen auf dem PARTY.SAN Open Air. Diese Jungs braucht man kaum noch vorzustellen, denn wer Carcass, Terrorizer und Nasum mag wird sie eh schon kennen. ROTTEN SOUND gehen keine Kompromisse ein, schlagen grundsätzlich zu und haben noch nie Gefangene genommen. Hier gibt es nur Tote auffe Tanzfläche. Wer hier nicht in Wallung kommt ist tot! 

Eine der truesten Death Metal Bands auf diesem Erdball sind ganz sicher die polnischen Satanics von AZARATH . Jungs, nehmt euch einfach mal ein paar Minuten und checkt diese Band. Vergesst die ganzen gehypten Dreckbands dieser Tage ... hier kocht der Koch noch selbst. Diese Band steht fuer herrlich brutalen Death Metal der ganz, ganz schwarzen Sorte. Irgendwo zwischen alten Morbid Angel und Angel Corpse sind AZARATH der feuchte Traum eines jeden Death Metal Musikanten. WAHNSINN!!! 

Quelle: party-san.de

Mittwoch, 26. November 2008

PSOA 2009: Misery Index & Hate Eternal

Die us-amerikanischen Krachfetischisten von MISERY INDEX (us) werden das PARTY.SAN Open Air 2009 in Schutt und Asche legen. Nachdem uns die Jungs um Jason Netherton (ex-Dying Fetus) ihr letztes Album "Traitors"(Relapse Records) um die Ohren geschlagen haben, gab es kein halten mehr. Diese Grind/Deather mussen wieder auf dem PARTY.SAN spielen. Hier gibt es ehrliche Musik ohne Kompromisse! Also, freut euch auf MISERY INDEX!!!

Leute! HATE ETERNAL (us) werden auf dem PARTY.SAN 2009 spielen. Erik Rutan (ex-Morbid Angel, ex-Ripping Corpse) und seine Kettenhunde werden euch die Lehre der Schnelligkeit und der Brutalität beibringen. HATE ETERNAL sind ohne Frage eine der brutalsten Erscheinungen der us-amerikanischen Death Metal Szene. Hier werden keine Gefangenen gemacht... in diesem Sinne: "Fury & Flames"!!! HATE ETERNAL…endlich!!!

Quelle: party-san.de

Freitag, 14. November 2008

EVOCATION (swe) und INHUME (nl) kommen aufs Party.San Open Air 2009!

Die schwedische Death Metal Legende namens EVOCATION (swe) wird euch die alte Schule wieder näher bringen. Es gibt in den letzten Jahren wohl kaum eine Band die in der Presse so abgefeiert wurde wie EVOCATION. Im Zuge der ganzen Reunionen sind diese fleißigen Bengels die absoluten Gewinner. Das letzte Erfolgsalbum „Tales From The Tomb“ wurde vor ein paar Tagen durch „Dead Calm Chaos“ abgelöst…ein absoluter Hammer! EVOCATION sollte man defenitiv nicht verpassen! Pflicht!

Der Krawallbrüder von INHUME (NL) gehören seit 1994 zur Speerspitze der hölländischen Death/Grind-Szene. Diese Band besteht aus Mitgliedern von Mangled, God Dethroned, Cliteater und Sinsiter…hat man da noch Fragen? Ganz in der Tradition der alten Carcass, Impetigo, Brutal Truth und Dying Fetus machen INHUME eigentlich alles richtig. Feinster Krach von Frau Antje…sperrt eure Augen und Ohren auf!!!

Quelle: party-san.de


Donnerstag, 23. Oktober 2008

Neue bookings für´s PSOA: Unleashed & Swallow the sun

The Longships are coming!!! UNLEASHED (swe) werden unsere Festivalbühne im Sturm nehmen. Die schwedischen Wikinger um Herrn Hedlund werden das Nordland nach Bad Berka bringen und mit euch nach Walhalla zu fahren. UNLEASHED sind die schwedische Death Metal Band, ohne Zweifel. Hier gibt es kein Gejammer, kein Geheul...hier werden Schwerter geschmiedet und Metal gespielt. UNLEASHED kommen!!! 

Die finnischen melodic Doom/Deather von SWALLOW THE SUN (fin) haben sich verpflichtet im August des nächsten Jahres den Himmel über Bad Berka zu verdunkeln. Wir sind verdammt stolz Euch diese erstklassige Band präsentieren zu dürfen. Bei SWALLOW THE SUN kommen die Fans dunkelsten Dooms und rabenschwarzer Melodien voll auf ihre Kosten. Wer auf frühe Katatonia, Amorphis und alten finnischen Death Metal steht kommt an SWALLOW THE SUN nicht vorbei. 

Quelle: party-san.de

Dienstag, 2. September 2008

Party.San 2009 - Die ersten Bookings

Mit SATYRICON (nor) können wir euch einen der ersten Headliner des 2009er PARTY.SAN Open Air´s präsentieren. SATYRICON sind wohl eine der wichtigsten norwegischen Black Metal Bands, die auch heute noch tief in ihren Wurzeln stecken und den wahren Spirit dieses musikalischen Genres vertreten. Wer nicht wenigstens einmal in seinem Leben „Mother North“ gehört hat, hat von Black Metal `Made In Norway´ keine Ahnung. Freut Euch auf Satyr & Co!!! Spread the word!! 

Die wichtigste schwedische Black Metal Band MARDUK (swe) wird sich auf dem 2009er PARTY.SAN Open Air die Ehre geben. MARDUK werden speziell zu diesem Open Air eine ganz besondere Setlist spielen. Lasst Euch also überraschen was Morgan & Co. zu bieten haben. MARDUK geben Euch die Strafe die ihr verdient…! Hier werden keine Gefangenen gemacht

Die kontroversen SHINING (swe) spielen das PARTY.SAN Open Air 2009. Mehr können und wollen wir hier noch nicht sagen. Wer diese Burschen kennt weiß was ihn erwartet…alles nur nichts Normales!

Die neuen Sterne am norwegischen Black Metal Himmel DEN SAAKALDTE (nor) spielen auf dem PARTY.SAN Open Air 2009. Die Band besteht aus Sykelig(Gorgoroth/Paradigma), Kvarforth(Shining), Seidemann(1349/Koldbrann), Jormungand(Dodheimsgard) und Uruz(Urgehal/Shining). Hier wird herrlich kratzender Black Metal alter norwegischer Schule zelebriert. Irgendwo zwischen Mayhem und Darkthrone haben diese kranken Gemüter ihren Platz gefunden und werden Euch definitiv begeistern. Das Debutalbum der Burschen erscheint noch dieses Jahr bei Avantgarde Records.

Quelle: party-san.de




Mittwoch, 20. August 2008

One time in Wacken - A lifetime in heaven (by Hüter des Nordens)

WACKEN 2008 - Das größte Metal-Festival der Welt - Ein Fest der Superlative

Nach nun mehr 10 Jahren Wartezeit war es nun endlich soweit - der Hüter des Nordens
enterte die Wiesen, die die Welt bedeuten...

Mein Fazit von Wacken? Ein Fest, das seines Gleichen sucht...

  • Mehr als 100.000 Leute haben sich auf dem Festivalgelände rumgetrieben
  • Mehr als 80 Bands haben den Norden DE für ein WE metallisch beben lassen
  • Mehr als 250 Fußballfelder groß war die Wacken Festival-Zeltstadt
  • Mehr als 2500 Journalisten aus über 20 Ländern der Erde waren anwesend
  • Mehr als 2000 Arbeiter und Helfer haben das W:O:A erst ermöglicht

Die Zahlen alleine sprechen schon für sich. Doch weil man ein Festival nicht an seiner Quantität, sondern Qualität messen sollte, folgt nun der Bereicht eines wahren Gläubigen.

Bereits am Mittwoch, 30.07.08, habe ich meine Reise in den hohen Norden angetreten. Für mich nicht die erste, aber die bedeutendste meiner Pilgerreisen. Immerhin habe ich seit mehr als 10 Jahren vom Wacken geträumt und geduldig gewartet, bis es endlich soweit war. Man fährt nicht einfach so auf Wacken. Man folgt vielmehr seinem Ruf. In diesem Jahr wusste ich, dass meine Zeit gekommen war. Am frühen Morgen gegen 08.00 Uhr bin ich im schönen Thüringen gestartet und direkt über die A7 nach Kassel geflogen. Dort hies es ersteinmal den Gastank auffüllen und die letzten Utensilien aus der Zweitwohnung (z.B. Bier) noch einpacken. Danach hat sich das Nightwishmobil auf den langen Weg über die Arterie Deutschlands (A7) gen Wacken gemacht. Überraschenderweise an diesem Tag kein Stau.Nur viele geile Leute und W:O:A-Autos auf der Autobahn soweit das Auge reicht. Selbst der Zwischenstop am Rastplatz Hamburg wurde bereits zur ersten Metalparty auserkoren. Danach ging es aber zügig weiter... durch den dunklen Elbtunnel...vorbei an der Nordsee und Itzehoe direkt nach Wilster, unserem Quartier während des Ausnahmezustands. Das Hotel lässt sich mit Prädikat "einfach und rustikal" sehr gut einordnen. Der Mittwoch diente ausschließlich der Essens- und Bierverkostigung sowie dem ersten Aufeinanderprallen mit Einheimischen und natürlich den Metalheads (in diesem Fall aus Stuttgart und Holland). Die Kommunikation fand dabei hauptsächlich auf Englisch und per Trinkspruch statt. Das wars auch schon zu Tag 1.

Was danach folgt, erscheint mir heute wie ein Traum, aus dem man nur ungern aufwachen möchte. Am Donnerstag Morgen sind dann auch meine Hannover Jungs eingetroffen und die Party konnte starten. Nach den üblichen ersten Meet & Greets und "Sit ins" sowie "Come togethers" haben wir uns dann per Taxi auf dem Weg zu den Maiden-Göttern gemacht. Vorher sollten wir allerdings noch von Leave's Eyes verzaubert werden. Die Band um Frontsirene Liv Kristine eine absolute Wohltat. Vor Maiden hinterließen vor allem Airbourne einen bleibenden Eindruck. Die Australier wissen, wie man rockt. Dann sollte es endlich soweit sein - IRON MAIDEN stürmen die Bühnen und wissen, wie man seine Fans in den absoluten Siegestaumel versetzt. Für die alternden Briten, die nix von ihrer Durchschlagskraft verloren haben, wird der Auftritt in Wacken zum absoluten Triumphzug. Aus fast 70.000 Kehlen erklingen die Lieder text- und siegessicher. Jeder Song wird frenetisch gefeiert. Als dann Onkel Bruce mit dem Great Britain-Banner und Freund Eddie die Bühne stürmen, kennt die Masse kein Halten mehr. Das Konzert wird zu einer Heavy Metal Messe und keiner ist mehr allein an diesem glorreichen Abend. Für Maiden ist es der größte Auftritt ever in Germany und für die Fans ist an diesem Abend ein Highlight schon vorüber. Aber wo man hinblickte, nur strahlende erschöpfte Gesichter.

Aufgrund einer eher zurückhaltenden Bierkonsums am Vorabend ging es uns Freitag dann ziemlich gut und so haben wir uns dann doch relativ früh wieder nach Wacken aufgemacht. An diesem Tage ging es dann endlich etwas härter zu Sache. Neben Crematory, Soilwork, Gorgoroth, Opeth, Children of Bodom, The Haunted, Massacre und Ensiferium gab es auch reichlich Power Metal ala Kamelot, Sonata Arctica und natürlich AVANTASIA. Tobias Sammet und sein Al-Star-Ensemble haben an diesem Abend den wohl besten Gig ihrer Kariere und auch den besten Festivalgig in Wacken 2008 gezockt. Was für ein Hammerkonzert - mir ging es in der 2. Reihe dabei ziemlich gut, obwohl das Gedränge schon heftig war. Aber jeder blaue Fleck war es wert. Vor allem die Songs vom neuen Album "The Scarecrow" (z.B. "Lost in space" und "Twisted Mind") sowie "Avantasia" und "Serpents in paradise" haben gerockt wie Sau...und die Massen waren nun nicht mehr zu halten. Geiler Abend...der mit Crematory und den Vollblutsatanisten Gorgoroth ein hartes und sicherlich überraschendes Ende hatte. Denn die Norweger Gorgoroth konnte vor allem mit ihrer Feuer-Sadomaso-Kreuzigungs-Liveshow viele der Besucher doch ganz gut schocken. An dieser Stelle ist die Band Children of Bodom etwas zu kurz geraten. Die finnsichen Helden um Alexi Laiho haben meiner Ansicht nach den besten Wackengig nach Avantasia hingelegt. Ein großartiges Brett mit tollen Hymnen ("Bodom Beach Terror"!!!) und lustigen Coversongs ("Umbrella" von Rihanna..."Ghostriders in the sky" von Johnny Cash..."The final countdown" von Europe...) haben die Fans vollkommen ausflippten lassen...

Tja, bleibt uns noch der Samstag. Ein sehr verheißungsvoller Start. Denn mit Bands Exodus, Kreator und At The Gates macht man bekanntlich nix falsch. auch die Jungs von Killswitch Engage und As I Lay Dying haben ordentlich gebangt. Für mich waren an diesem letzten Abend Nightwish und Lordi eine reine Offenbarung. Viele Festivalbesucher haben sich nicht gerade positiv über Anettes Gesang geäußert. Ich fand Nightwish absoulte Klasse und war im Rausch der Sinne. Gerade die neuen Songs gingen absolut nach vorne und "The poet and the pendulum" war der beste Livesong des ganzen Festivals. Eine tolle Show, große Emotionen und Anette sieht verdammt nochmal für ihre 37 Jahre absolut Hammer aus. Das muss an dieser Stelle auch mal sein! Und dann kam als letzter Ohrenschmaus Finnlands ganzer Stolz - LORDI. Die Band ist einfach die ROCKsensation der letzten Jahren. Die Jungs haben nur Hits im Schlepptau und einer der Hits ("They only come out at night") wurde gesanglich sogar von der deutschen Metallegende U.D.O. supported. Was für ein Abschluss - HARD ROCK HALLELUJA!

Mein Bericht für Loosi Blog ist ziemlich durcheinander, hektisch, emotional und direkt-komprimierend konzipiert. Genau sofühle ich mich im Moment auch. Das Festival hängt mir noch ziemlich nach. Nicht körperlich, sondern herzlich...man kommt nach seinem Wacken nicht als derjenige heim, als der man damals seine Pilgerreise angetreten hat. Wacken hat mich tief berührt und verändert. Seitdem erscheint vieles in einem anderen Licht, manches ist im Schatten verschwunden.

Wacken hat mir vor allem gezeigt, dass es im Leben so viele wichtigere Dinge gibt, als den ganzen Alltagsscheiß und die sinnfreien Partys, die man sonst feiert. Außerdem hat Wacken eine Botschaft

- Zu Gast bei Freunden - WELCOME METALHEADS -

In Wacken spielt deine Herkunft, dein Aussehen, dein sozialer Status und deine Vergangenheit keine Rolle. Hier sind alle einfach nur Metalheads und verschwenden keinen Blick zurück. Die Freundlichkeit, Offenheit und der frenetische Jubel dasganze Wochenende über sind absolute Ausnahme in diesem Land und zeigen mir, wie man mit stolzer Brust und offen für alle Welt zeigt:

ICH BIN ANDERS & WERDE ES AUCH BLEIBEN!

Diese Botschaft war & ist ein wichtiges Signal für mich und hat in meinem noch jungen Leben eine neue Etappe eingeleitet.

Ich habe mir bereits am 04.08.08 mein Ticket für das 20. W:O:A geordert...aus purer Angst, die Karten könnten zu früh weg seinund man verpasst das nächste Walhalla. Zum Jubiläum darf bereits kräftig gesponnen werde...Gerüchte sprechen von AC/DC, Metallica und Rammstein als Headliner...nun ja...lassen wir uns überraschen...

NICHT LANG SCHNACKEN - AUF NACH WACKEN! oder: "FREIES KACKEN NUR IN WACKEN"!

In diesem Sinne Adios & bis bald my friends!

Or like Bruce said: "Move the fucking cran - show me the audience"!

Hüter des Nordens Thüringen 2008, 20 Tage nach Wacken



Und hier geht´s zum Wacken-Webalbum:

W:O:A by Hüter des Nordens

Montag, 11. August 2008

Party.San Metal Open Air 2008 - Festivalbericht

Mieze, Boy & Jarne + Die Party.San Crew präsentierten uns über Monate hinweg eine ständig wachsende Speisekarte und Anfang August war es schließlich soweit: Es ist angerichtet und 9000 Hungrige kommen nach Bad Berka und wollen aus dem Death-Black-Thrash-Grind-Topf naschen. Vielen war die letztjährige Schlammschlacht noch bestens bekannt, doch sollte der Wettergott uns 2008 wohl gesonnen sein. Dies, sowie das Versprechen der Veranstalter aus Fehlern von 2007 zu lernen und weitere Verbesserungen durchzusetzen, ließ die Meute mit freudigen Erwartungen ins Weimarer Land anrücken.

So auch wir, die Donnerstag gegen 17.30 Uhr anrollten. In 2er Reihen wurden die Autos nach Glas abgecheckt. Im Gegensatz zu 2007 blieb uns diesmal eine Großrazzia im Auto erspart. Glas wäre bei uns sowieso nicht auffindbar gewesen. Die relativ späte Anreise hat uns letztendlich einen etwas abgelegenen, aber durchaus aktzeptablen Parkplatz beschert. Unsere Nachbarn waren einerseits eine Truppe aus Saalfeld, auf der anderen Seite Thierry mit seiner Freundin, beides Franzosen. Thierry´s Opel bestach durch kultige Sodom- und Artillery-Aufkleber. Nach kurzer Aufbauphase (wobei wir auch noch nebenbei den Franzosen Pavillon-Aufbauhilfe gaben), stand unser Wochenendhaus.

Nach ein paar Metern Fußmarsch waren wir dann erstmals am Festivalplatz. Soweit alles beim Alten: Metstand links, Nagel Food rechts hinten, zentral die Biertheke. Kurze Besichtigung der Merchandise-Stünde und schon war´s 20 Uhr.
Nach einer kurzen Ansprache des Veranstalters war es Zeit für den Opener Purgatory! Die Sachsen ballerten ihren Death Metal auf die wartende Masse los. Natürlich wurde auch die 2008er Scheibe "Cultus Luciferi - The Splendour of Chaos" bedacht und lautstark präsentiert. Ein großartiger Start für ein großartiges Festival!


Den Nachfolger Deadborn, der übrigens ein paar ehemalige Necrophagist-Mitglieder beheimatet, hatten wir nur ein paar Minuten gesehen, da noch ein kurzer Besuch am Auto angesagt war. Sie spielten grundsoliden Todesstahl, der vor Ort viele Besucher begeistern konnte.

Die Musiker mit den Namen 3818.w, Pi: 1T 5r , v.03/170, 10.XIXt und R 215k - kurz Farsot aus Gotha verpassten wir aus diesem Grund auch.
Pünktlich zu Skyforger aus Lettland waren wir wieder da und konnten uns vom qualitativ hochwertigen Folk/Pagan-Metal überzeugen. Leider war hier ein Bandmember erkrankt, so daß die Truppe nicht vollzählig erschien.


Den krönenden Abschluss des Abends sollten die Schweden Dismember bestreiten. Die Mannen um Sänger Matti Kärki konnten aus einer umfangreichen Songauswahl wählen und bescherten uns Death Metal der Extraklasse. Dismember sind auch nach 20 Jahren nicht zum Alteisen zu zählen!

Wer noch Energie und Durst hatte, konnte sich anschließend ins Bierzelt zur Metaldisco betätigen und hier noch den Kopf kreisen lassen. Queen´s "Bohemian Rhapsody" war hier der letzte Song und der Donnerstag damit vorbei.

Der Freitag begann für uns erst mit den Schweden Black/Thrashern Tyrant, während Irate Architect und Defloration hielten wir uns noch am Zeltplatz auf. Die Musik der Jungs aus Eskilstuna wußte zu gefallen. Tyrant mußten sich auf ihr bisher einziges Album "Reclaim the Flame" beschränken. 2 der Tyrant-Member sind übrigens auch bei The Black beschäftigt, wo auch eins Jon Nödtveidt mitlärmte. Bassist Daniel Ekeroth hatte am Samstag auch noch mit Insision einen Auftritt.

Die nun folgenden Holländer Hail of Bullets waren wie angekündigt Pflichtbesuch. Sänger Martin van Drunen begrüßte, wie schon 2007 mit Asphyx, die Fans auf deutsch. Aus dem Vergleich der Anwesenden mit "tollwütige Hunde" wurden zwar "tollwuchtige Hunde", musikalisch hagelte es Old School Death Metal von der Bühne.

Bei den US-Amerikanern Lividity war eine kurze Verschnaufpause im Bierzelt angesagt, den Death/Grindbegeisterten dürfte die musikalische Darbietung aber gefallen haben.
Kampfar standen nun am Programm - Viking Metal! Auch wenn man Dolk auf den ersten Blick fast für einen Chippendale hätte halten können - musikalisch gabs feinsten Stoff aus Norwegen zu hören. Höhepunkt war das epische "Hymne" von der 95er EP, bzw. dem Debüt.


Viking Metal Runde 2: Nach kurzer Pause ging es mit Tyr von den Färöer Inseln weiter. Tyr verstanden es gekonnt, die traditionellen Balladen ihrer Heimat in das Gewand des Heavy Metal zu hüllen. Beim Song "Hail to the Hammer" wurde auch im Publikum der Hammer geschwungen (siehe Bild).

Nach 11 Jahren rauften sich die Schweden von Unanimated wieder zusammen und präsentierten auf dem Party.San lange nicht mehr gehörten schwedischen Melodic Death Metal.

Im Anschluss folgten die Kieler Black Metaller von Endstille. Sänger Iblis erinnerte mich irgendwie an Marduk´s Mortuus (nach 4 Wochen Fitnessstudioaufenthalt), was die spätere Kunstblutbesudelung noch verstärkte. Musikalisch wurde hier das Gaspedal durchgetreten und das Kriegskonzept eindrucksvoll vertont.

Bloodbath - der Name war Programm. Die Schweden um Opeth-Fronter Mikael Akerfeldt kamen mit ihrem Death Metal der alten Schule sehr gut bei den Fans an. Wie auch Bolt Thrower spielten sie das einzige Open Air 2008, was entsprechend gewürdigt wurde.

Wo wir schon beim Thema sind: Bolt Thrower entschieden sich für ihren einzigsten Festivalauftritt 2008 für Bad Berka und sagten in Wacken ab. Des einen Freud ist des anderen Leid, denn das englische Urgestein gilt als Garant für kreisende Matten. Und sie enttäuschten nicht. Songs wie "Mercenary" ließen niemanden still stehen und sorgten für einen zufriedenen Abschluss des Freitags.

Endspurt am Samstag. Noch 11 Bands gab es zu lauschen.
Imperious Malevolence waren mir bisher nur von myspace bekannt, aber das wollte ich mir nicht entgehen. Die Brasilianer hatten als erste Band des Tages zwar einen schwierigen Start, aber deren brutal-präzises Gehämmer und deren Fanatismus am Metal fand schnell Gefallen. Aus einer handvoll Leuten vor der Bühne wurde schnell ein begeisterter Haufen Menschen.

Insision und Facebreaker wurden gegen einen Aufenthalt am Auto getauscht und pünktlich um 16.45 Uhr hatten sich die Norweger von Koldbrann angekündigt. Mannevond und Co. bedienten sich aus ihren beiden Alben "Nekrotisk Inkvisition" und "Moribund", spielten aber auch von der neuen EP (erscheint im August) den Song "Opium Fields Forever". Daß Koldbrann mit Endstille zusammenarbeiteten, ist bekannt. Und so kam zu "Bestial Swarm" nochmal Iblis mit auf die Bühne.

Rein optisch hätte die nächste Band "Die Ärzte" heißen müssen. Geht natürlich nicht, denn das waren General Surgery aus Schweden. Der obligatorische Ärztekittelgrind am PSOA!

Maroon waren nicht ganz unser Ding, deshalb glänzten wir hier auch mit Abwesenheit.

Vreid kamen im Einheitslook und spielten begeisternden Black´n´Roll. Natürlich darf man die Band Windir nicht vergessen, dennoch ist Vreid ein Neubeginn für diese begnadeten Musiker.

Impaled Nazarene fingen scheinbar ein paar Minuten zu früh an, denn wir hörten die Finnen schon kurz vor 20.45 Uhr, aber vielleicht lags auch an der Uhr. Die verrückten Finnen spielten ein schnelles Brett, Klassiker wie "Sadhu Satana" und "The horny and the horned" waren zu vernehmen. Irgendwer hatte im Publikum einen rosafarbenen Ball in die Fanmenge gebracht, welcher dann so lange durch die Luft flog bis er auch irgendwann Sänger Mika ins Zentrum seiner Männlichkeit traf (so sah es jedenfalls aus). Schien zwar nicht so schlimm gewesen zu sein, aber er schien dann etwas angepißt zu sein.

Die früher unter Occult firmierenden Holländer (spielten vor ein paar Jahren schonmal am PSOA) enterten jetzt als Legion of the Damned die Bühne und entfachten ein wahres Thrash-Feuerwerk. Mir war deren Musik zwar weniger geläufig, doch der Begeisterung der Fans konnte man sich nur anschließen.

Die Polen Behemoth hatte ich zuletzt vor 8 Jahren gesehen. Nach Installieren von 2 Doppeladlern und dem Bühnentransparents des Cover vom letzten Album (" The Apostasy") legten die Jungs aus Danzig los. Ich kenne leider nur die älteren Songs (aus deren Black Metal Phase). Dennoch war es ein sehr guter und energiegeladener Auftritt des Co-Headliners.

Eine der dienstältesten Florida-Death Metal Bands konnte als Samstags-Headliner verpflichtet werden. John Tardy ist seit 1984 gestandener Frontmann (damals noch als Executioner) und man merkt es ihm nicht an, also nix mit Opi-tuary: um Mitternacht enterten Obituary die Bühne und legten druckvoll los. Der Mob tobte und bei "Slowly we rot" gabs kein Halten mehr.
Die Jungs aus Brandon hatten den Headlinerstatus wahrlich verdient. Nach 1 1/2 Stunden neigte sich das Geschehen auf der Hauptbühne dem Ende zu. Natürlich ging es dann noch bis zum Morgengrauen mit Metaldisco im Zelt (u.a. auch mit den beliebten Einspielungen von u.a. von ABBA) weiter. Wir zogen allerdings hier den Platz im Schlafsack vor.

Fazit: Das bisher beste Party.San! Vielen Dank an den Veranstalter und sämtliche Helfer für das tolle Wochenende. 2009 wird das hoffentlich noch toppen, erste Bandbestätigungen sind bereits eingegangen.

Hier ist noch der Link zum Webalbum. Leider sind nicht alle Fotos 100%ig geworden, aber bei den Fotografierumständen verständlich.


Party.San Metal Open Air 2008

Freitag, 18. Juli 2008

Party.San Pflicht-Anschau-Termine

Donnerstag:

  • Purgatory, Deadborn, Farsot - sollten Zeltaufbau und sonstiger Krimskrams erledigt sein, müßten wir innerhalb der Spielzeit der 3 Bands am Festivalgeländer eintrudeln
  • Skyforger - das erste (Pagan-)Highlight, wollte ich immer schonmal sehen
  • Dismember - wollte ich unbedingt schonmal sehen, ein echter Klassiker aus Schweden

Freitag:

  • Tyrant - Black/Thrash sollte ein guter Anfang für den Freitag sein
  • Hail of Bullets - Martin van Drun(k)en hat uns letztes Jahr mit Asphyx schon nen geilen Gig beschert, außerdem ist hier der Gorefest-Drummer an der Schießbude und die Klampfer sind/waren bei Thanatos - mehr muß ich nicht sagen, oder?
  • Kampfar - Hoch die Hörner, ich hab die Mock-MCD (Vorgängerband von Kampfar) und musikalisch sind die Mannen um Dolk auch sehr erhaben
  • Tyr - Viking-Metal, die Zweite, auch ein Pflichttermin
  • Unanimated - ein paar Posts weiter unten stehen genug Gründe, sich diesen Klassiker zu Gemüte zu führen
  • Endstille - im Kallewerk damals aus bekannten Gründen verpaßt, obwohl anwesend - diesmal schau ich´s mir an
  • Bloodbath - auch bestückt mit hochwertigen Musikern aus Schweden, bin sehr gespannt drauf
  • Bolt Thrower - für Wacken abgesagt, für Party.San zugesagt, dazu noch einer der besten Death Metal Bands auf Erden. Ich freu mich schon auf Basswürgerin Jo Bench

Samstag:

  • Imperious Malevolence - Death/Black aus Brasilien? Gerne!
  • Insision - Falls ich da noch unten bin - warum nicht?
  • Koldbrann - absoluter Pflichttermin zum Glatzeschütteln!
  • Vreid - nachdem Windir aus bekannten Gründen nicht mehr existieren, werde ich Valfar durch meine Anwesenheit auch hier Tribut zollen
  • Impaled Nazarene - Ich habe zwar nur deren Alben "Tol cormpt norz norz norz" und "Ugra Karma", aber es wäre ein Erlebnis "Condemned to hell" mal live zu hören
  • Legion of the Damned - auch früher unter "Occult" bekannt - zwar noch nicht gehört, deshalb wirds Zeit
  • Behemoth - die Prügler aus Polen, schonmal in Bad Salzungen gesehen - ich freu mich aufs Wiedersehen
  • Obituary - Wie auch schon Bolt Thrower - ein echter, unverzichtbarer Klassiker

...ob ich die Bands auch tatsächlich in der Reihenfolge sehen werde, wird sich im Party.San-Nachbericht herausstellen.

Party.San Running Order 2008

RUNNINGORDER 2008
DONNERSTAG / THURSDAY
--------
00:00 - 01:30 - Dismember(swe)
23:00 - 23:45 - Skyforger(ltv)
22:00 - 22:45 - Farsot(ger)
21:00 - 21:45 - Deadborn(ger)
20:00 - 20:45 - Purgatory(ger)

FREITAG / FRIDAY

--------
00:15 - 01:30 - Bolt Thrower(uk)
23:00 - 00:00 - Bloodbath(swe)
22:00 - 22:45 - Endstille(ger)
20:45 - 21:45 - Unanimated(swe)
19:45 - 20:30 - Tyr(far)
18:45 - 19:30 - Kampfar(nor)
17:45 - 18:30 - Lividity(us)
16:45 - 17:30 - Hail Of Bullets
(nl)15:45 - 16:30 - Tyrant(swe)
14:45 - 15:30 - Defloration(ger)
13:45 - 14:30 - Irate Architects(ger)

SAMSTAG / SATURDAY

--------
00:00 - 01:30 - Obituary(us)
23:00 - 23:45 - Behemoth(pl)
21:45 - 22:45 - Legion Of the Damned(nl)
20:45 - 21:30 - Impaled Nazarene(fin)
19:45 - 20:30 - Maroon(d)18:45 - 19:30 - Vreid(nor)
17:45 - 18:30 - General Surgery(swe)
16:45 - 17:30 - Koldbrann(nor)
15:45 - 16:30 - Facebreaker(swe)
14:45 - 15:30 - Insision(swe)
13:45 - 14:30 - Imperious Malevolence(bra)

Review: Marduk - Rom 5:12

Römerbrief 5,12: Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Dies zum Thematik der Platte. Auch diesmal wird der Tod in all seinen Facetten beleuchtet, das von Mortuus gestaltete Booklet ist entsprechend stimmungsvoll mit der Vergänglichkeit des Lebens gestaltet. Erneut wird nicht durchweg das Gaspedal durchgedrückt, sondern gezielt an den richtigen Stellen die Geschwindigkeit rausgenommen und sogar ganz auf Gitarren verzichtet ("1651", erneut eine Kooperation mit Arditi) bevor man nahtlos ins Geprügel übergeht ("Limbs of Worship"). Die Produktion ist sehr druckvoll, was bangkompatiblen Nackenbrechern wie "Imago Mortis" gut steht. Aber auch schnelle Songs wie "Cold Mouth Prayer" (der Namensgeber dieses Blogs), zu dem sich der ehemalige Marduk-Sänger Joakim Göthberg ins Studio einfand sind echte Perlen des extremen Metals. Ein zweiter Gastsänger (Alan von den irischen Primordial) wurde für den cleanen Gesang zu "Accuser/Opposer" verpflichtet - auch ein Novum für Marduk. Besonders hervorzuheben sind die Vocals von Mortuus. Was er beim Vorgängeralbum "Plague Angel" noch nicht ausspielen konnte, scheint ihm hier eine wahre Freude zu sein: Er schreit, knurrt, brüllt - die Zweifel an seiner stimmlichen Nachfolge zu Legion (der auch über ein kräftiges, aber bei weitem nicht so variables Organ verfügt) sollten damit endlich begraben werden. Sollte Marduk dieses Niveau beim nächsten Album beibehalten, ist der nächste Dauerrotierer im Player schon gesichert.

Freitag, 7. März 2008

Die letzten 3 Bands sind bestätigt - PSOA 2007 Billing nun komplett!

Wir sind stolz euch die schwedische Death Metal Helden von BLOODBATH (swe) präsentieren zu duerfen. BLOODBATH bestehen aus gestandenen Musikern wie Mikael Åkerfeld(Opeth), Anders Nyström(Katatonia, Diabolical Masquerade), Per Eriksson(21 Lucifers), Jonas Renske(Katatonia) und Martin Axenrot(Witchery, Satanic Slaughter). Es gibt keinen Zweifen ueber die Qualität dieser wahnsinnigen Band!!! BLOODBATH spielen herrlich knorrigen Death Metal der ganz alten schwedischen Schule und sollten Fans von Nihilist, Carnage, Edge Of Sanity und den alten Entombed feuchte Unterhosen beschehren. Es geht einfach nicht besser!!! ACHTUNG: BLOODBATH spielen exklusiv nur dieses einzige Open Air im Jahre 2008!!!
www.myspace.com/bloodbathband


Die deutschen Black Metal Avantgardisten von FARSOT (ger) spielen auf dem PARTY.SAN Open Air!!! Die Gothaer Helden haben uns mit ihrem Debut "IIII"(Prophecy/Lupus Lounge) absolut vom Hocker gehauen und konnten uns auch live auf Tour mit Negura Bunget in jeder Hinsicht ueberzeugen. FARSOT spielen herrlichen avantgardistischen Black Metal der alten Schule und und sollten den Schwarzwurzeln aus allen Himmelsrichtungen gut zu Gesicht stehen. www.myspace.com/farsotband


Die neue deutsche Experimental/Technical Death/Grindcore-Sensation namens IRATE ARCHITECT (ger) spielt auf dem PARTY.SAN Open Air. Diese kranken Sickos werden den Fans von Dying Fetus, Cryptopsy, Phobia, Terrorizer und fruehen Napalm Death mächtig einheizen. Hier gibt es Blastbeats, Downbeats und herrlich Grooveattacken wie Sand am Meer. Dieser Wutbolzen kann alles!
www.myspace.com/iratearchitect


Quelle: www.party-san.de

Dienstag, 4. März 2008

Unanimated auf dem PSOA 2008!!!

UNANIMATED (swe) sind reformiert und spielen auf dem PARTY.SAN Open Air 2008!!!! Die Band spielt fast in Originalbesetzung bzw. mit Erik Wallin(Merciless) an der Gitarre. Hier habt ihr mal eine kleine Einleitung von Richard Cabeza(ex-Dismember, ex-Murder Squad etc.) zu dieser herrlichen Angelegenheit:"I am very excited to announce that UNANIMATED will preform live for the first time in over 12 years!!!! On August 8th UNANIMATED will preform at Party.San OA festival in Bad Berka, Germany. After 12 years, Richard, Jojje (guitarist Johan Bolin), Mike (vocalist Micke Jansson) and Peter (Stjärnvind, drums) will enter the stage and preform a 60-minute set. We are very pleased that this special evening, we will have long time friend Mr. Erik Wallin (MERCILESS) joining us on stage on guitar as well. This will not only be our first show as reunited, but also our first live performance in Germany ever!!! This is something we have been looking forward to for a very long time and we will make sure that this evening will not be forgotten!" Richard Cabeza

Quelle: http://www.party-san.net/openair/news/index.php?lang=de

Mittwoch, 16. Januar 2008

Das Party.San-Team hat es tatsächlich geschafft! Bolt Thrower verzichten auf Wacken und werden in Bad Berka auftreten!

Statement der Band:

Zuallererst wollen Bolt Thrower ihrer Crew, ihren Freunden, Anhängern und Supportern alles Gute für 2008 wünschen!
Vielleicht fragt Ihr Euch warum es in letzter Zeit so wenig Neuigkeiten von uns gegeben hat. Das liegt daran dass wir uns noch immer im "Schreibmodus" für das neue Album befinden welches wir im Sommer aufnehmen wollen. In der Pause zwischen den Aufnahmen und dem Mix spielen wir dann unser einziges Festival des Jahres.
Wir freuen uns also ankündigen zu können, dass wir uns für das Party.San Metal Open Air Festival in Bad Berka vom 7. bis 9. August entschieden haben.
http://www.party-san.net/openair/ Die Tickets kosten nur 39,60Euro inklusive Parken und Campen und bei 10.000 Besuchern ist Feierabend. Wenn man dies bedenkt und sich das schon sehr amtliche Line-up ansieht, sieht es danach aus als wäre das Festival schon vor Beginn ausverkauft.
Wir legen den Tagesticketkäufern unter Euch also nahe zu checken ob es noch Tickets gibt bevor Ihr Euch auf den Weg macht, um die Enttäuschungen zu vermeiden die viele Leute auf dem letztjährigen, ausverkauften Summer Breeze erfahren mussten als sie weggeschickt wurden.
Wir freuen uns drauf Euch dort zu sehen!
Cheers,Bolt Thrower

Samstag, 12. Januar 2008

Neue Bookings für PSOA 2008!

Die neue Formation um Martin van Drunen (Asphyx), Ed Warby (Gorefest), Paul Baayens (Thanatos), Theo van Eekelen (Houwitser) und Stephan Gebedi (Thanatos) nennt sich HAIL OF BULLETS(NL). Dieser wehrhafte Koloss aus Stahl steht fuer derbsten old-school Death Metal den sich Fans von Bolt Thrower, Benediction und alten Asphyx wie Schmierfett in die Gehörgänge streichen sollten. Hier werden nicht nur die ersten Linien bedient, nein, hier geht es um den Anschlag auf eure Ohren. HAIL OF BULLETS...mehr geht nicht!!! www.hailofbullets.com

Wenn der Metzger seine Messer wetzt sind GENERAL SURGERY(SWE) nicht mehr weit entfernt! Die fiesen musikalischen Massenmörder aus Stockholm wurden lange gejagt, sie wurden eingesperrt und nach vielen Jahren wieder freigelassen. Wenn solche illustren Jungs wie Haarmann, Dahmer, Gein, Charles Manson, Bartsch oder Ted Bundy Grindcore gehört hätten, wären sie sicher GENERAL SURGERY-Fans geworden. Wer zur Hölle sind denn Carcass??? Hier bekommt der wahre Fan die richtige Musik zum richtigen Zeitpunkt!!! www.generalsurgery.nu

Wenn TYR(FRO) das Kriegshorn auspacken ist Schluss mit lustig. Die Jungs von den Farörer Inseln wollen es im Jahre 2008 wissen und blasen zum Angriff. Der herrliche Folk-Metal dieser Krieger wird die Herzen der Heiden unter euch höher schlagen lassen. Hier wird alte Folklore mit Metal vereint und zum Höhepunkt getrieben. Besser geht es nicht! www.tyr.net

Quelle: Party.San Newsmail

Sonntag, 6. Januar 2008

Konzertbericht Winter Ride Tour 2008

Das KW70 lud ein zum Tanz. 4 Bands für 10 läppische Euro - das sollte man sich nicht entgehen lassen.


Leider kamen wir beim Opener Helritt etwas zu spät, so daß wir die Hälfte verpasst haben. Die Thüringer spielten selbstverständlich nur Sachen aus ihrer aktuellen (und bisher einzigen) Scheibe "Trotzend dem Niedergang" und wurden als Opener überraschend gut aufgenommen.
Als nächstes enterte die St. Petersburger Band Nomans Land die Bühne. Solider Viking Metal, der zu gefallen wußte. Die seit 1996 aktive Band hat mittlerweile 3 Alben herausgebracht. Ein guter Auftritt, wenn auch etwas kurz. Unberechtigterweise war der Verlierer des Abends die tschechischen Trollech. Es machte einen schon stutzig, daß beim Soundcheck keiner am Schlagzeug rumwerkelte. Die Vermutung, daß es ein Auftritt mit Drumcomputer werden sollte, bestätigte sich nach ein paar Minuten. Leider wurde der erste Song nach ca. 2 Minuten wegen Monitorproblemen abgebrochen. Nach einem weiteren Check ging das Stück dann auch glatt über die Bühne. Die Band entschuldigte sich für den Auftritt ohne Drummer Sheafraidh, dieser sei krank und konnte daher nicht spielen. Dagegen ließ sich nichts einwenden, der Drumsound war zwar computertechnisch zu dünn und zu steril, das Publikum hat trotzdem das Beste draus gemacht und dankte es entsprechend der Band. Headliner des Abends waren die Sachsen-Anhalter Thrudvangar. Mit 6 Musikern auf der Bühne auch gleichzeitig die personell größte Band. Sänger Matze nahm nach jedem Song einen Schluck aus seiner (vermutlich Met) Buddel. Musikalisch war die Band dank Keyboardunterstützung episch und hatte dazu noch einen super Sound zu bieten . Die Texte wurden (wie auch Trollech) ausschließlich in Muttersprache dargeboten. Nach einer interessanten Stunde in die Gefilde des Viking Black Metals gab es noch eine Zugabe.


Fazit: Viel gute Musik für´s Geld. Leider hat sich die braune Fraktion auch wieder blicken lassen (leider in letzter Zeit wohl "normal" für Pagan Metal Konzerte), diese blieben meines Wissens aber ruhig. Wir hoffen, daß uns das KW70 auch in Zukunft solch Hörgenüsse anbietet.