
Mittlerweile auch schon über 11 Jahre hat das 3. Gorgoroth-Album am Buckel. Damals noch auf dem deutschen Label Malicious Records erschienen, war es die bis dato vorletzte Veröffentlichung. Leider ist Malicious mittlerweile von der Bildfläche verschwunden, was eigentlich schade ist. Hatten sie doch mit den Debüts von Borknagar, Aura Noir und Dødheimsgard starke Platten rausgebracht.
Kommen wir zur Musik: Nach dem Abgang von Sänger Hat, ist hier Gaahl-Vorgänger und jetzt als erneuter Schreihals Pest zu hören (allerdings nach der Spaltung in Infernus´ Version der Band). Infernus übernahm Gitarren und Bass, am Schlagzeug saß Grim, der sich am 4.10.1999 das Leben nahm. Los geht´s mit "Revelation of Doom", einem schnellen Opener mit interessantem Mittelteil, daß mich immer an den Anfang von Diamond Head´s "Am I Evil?" erinnert. Das folgende "Krig" sollte man sich mal genauer anhören, da das Riffing für Bandverhältnisse recht melodisch ausgefallen ist. "Profetens Åpenbaring" klingt mit seinem Klargesang etwas nach Isengard, was bei den restlichen Vocals eine willkommene Abwechslung ist. Die rückwärts abgespulten Passagen von "Postludium" hätte man sich sparen können. Mit "Ødeleggelse og Undergang", "Blood Stains the Circle" und "The Rite of Infernal Invocation" hat man wieder 3 Stücke im typischen Stil der Band (schnell und kompromisslos) im Programm. Allerdings wird beim vorletzen Song ein minutenlanges Donnergrollen angehangen, was mich immer schnell die Skiptaste drücken lässt. "The Devil is calling" als Schlusstitel, läßt das Album dann nochmal in langsameren Gefilden ausklingen. Das Booklet ist recht einfach als Klappkarte gestaltet. Nur ein paar Sätze in norwegisch mit einem verschwommenen Bandmitglied (?) im Hintergrund, sowie da Vinci´s "vitruvianischen Menschen" auf der Rückseite. Texte wie immer Fehlanzeige. Aufmachung fast flop, musikalischer Inhalt top.
(Man beachte: Auf "Black Mass in Krakow" werden 5 der 9 Songs dieses Albums gespielt!)
