Montag, 29. Dezember 2008

Review: Gorgoroth - Under the sign of hell


Mittlerweile auch schon über 11 Jahre hat das 3. Gorgoroth-Album am Buckel. Damals noch auf dem deutschen Label Malicious Records erschienen, war es die bis dato vorletzte Veröffentlichung. Leider ist Malicious mittlerweile von der Bildfläche verschwunden, was eigentlich schade ist. Hatten sie doch mit den Debüts von Borknagar, Aura Noir und Dødheimsgard starke Platten rausgebracht. 

Kommen wir zur Musik: Nach dem Abgang von Sänger Hat, ist hier Gaahl-Vorgänger und jetzt als erneuter Schreihals Pest zu hören (allerdings nach der Spaltung in Infernus´ Version der Band). Infernus übernahm Gitarren und Bass, am Schlagzeug saß Grim, der sich am 4.10.1999 das Leben nahm. Los geht´s mit "Revelation of Doom", einem schnellen Opener mit interessantem Mittelteil, daß mich immer an den Anfang von Diamond Head´s "Am I Evil?" erinnert. Das folgende "Krig" sollte man sich mal genauer anhören, da das Riffing für Bandverhältnisse recht melodisch ausgefallen ist. "Profetens Åpenbaring" klingt mit seinem Klargesang etwas nach Isengard, was bei den restlichen Vocals eine willkommene Abwechslung ist. Die rückwärts abgespulten Passagen von "Postludium" hätte man sich sparen können. Mit "Ødeleggelse og Undergang", "Blood Stains the Circle" und "The Rite of Infernal Invocation" hat man wieder 3 Stücke im typischen Stil der Band (schnell und kompromisslos) im Programm. Allerdings wird beim vorletzen Song ein minutenlanges Donnergrollen angehangen, was mich immer schnell die Skiptaste drücken lässt. "The Devil is calling" als Schlusstitel, läßt das Album dann nochmal in langsameren Gefilden ausklingen. Das Booklet ist recht einfach als Klappkarte gestaltet. Nur ein paar Sätze in norwegisch mit einem verschwommenen Bandmitglied (?) im Hintergrund, sowie da Vinci´s "vitruvianischen Menschen" auf der Rückseite. Texte wie immer Fehlanzeige. Aufmachung fast flop, musikalischer Inhalt top. 
(Man beachte: Auf "Black Mass in Krakow" werden 5 der 9 Songs dieses Albums gespielt!)

A blast from the past - Poison (Ger) - Alive (Undead) 1987

Deutschland braucht sich in der Geschichte des extremen Metals nicht zu verstecken!

Hier ein Song von Poison!

Samstag, 27. Dezember 2008

Fucking Christmas Tour 2008 / 26.12.2008, KW70, Bad Salzungen





Zur Weihnachtszeit gabs mal wieder Metal im Kalle auf die Ohren. Allerdings war doch einiges anders, wie man vorerst annehmen sollte. Zum einen der Ausfall der Russen ARKONA als Headliner, die wegen Visaschwierigkeiten in ihrer Heimat bleiben mußten. Schade drum. Weiterhin bemängelbar war der Einlass von rechten Spacken. Wenn jemand problemlos mit nem "White Power"-Shirt durch den Eintritt kommt, sollte man die Security mal fragen, ob sie die Tomaten von den Augen nehmen können. Oder ist´s vom Veranstalter so geduldet? Könnte wetten, daß am 2.1. und 9.4. wieder ähnliche Gestalten dort auftauchen. Daß das Nichtraucherschutzgesetz im KW70 nicht beachtet wurde, war den überwiegenden Rauchern egal und der tolerante Nichtraucher hat sich auch nicht wirklich dran gestört. Es war allerdings zum Ende hin ganz schön zugenebelt. Aber egal, die Musik zählt und darum gehts jetzt.

Opener waren (nach einem endlosen Soundcheck) die Thüringer HELRITT. Diese sind in hiesigen Kreisen ja ganz gut bekannt und konnten mit ihrem Pagan Metal überzeugen und ließen die ersten Matten kreisen. Hauptaugenmerk war weiterhin ihr Album "Trotzend dem Niedergang" aber auch neue Stücke wurden vorgestellt. Der Titelsong dieses Albums sollte den Schlusspunkt in ihrem Set setzen, zur Zugabe gabs dann aber nochmal nen guten Midtempo-Banger auf die Ohren.





Als nächstes durften die Dänen VARDLOKKUR auf die Bretter. Diese mußten ihr Equipment fast im Alleingang aufbauen. Sänger Vrede hätte mit seiner Ganzkörperbemalung auch gut zu Gorgoroth gepaßt. Die Nordeuropäer waren zu dritt. Glücklicherweise hat man Bassisten Yngleborgaz nen geilen Sound aus seinem Viersaiter gezaubert, so daß das Fehlen einer zweiten Gitarre hier schon als Pluspunkt gewertet werden kann. Musikalisch gab´s das volle Brett. Kein Klargesang war zu verzeichnen. Mal höllisch schnell, dann wieder groovend - dem Publikum gefiel das sehr. Für mich die Überraschung des Abends!





Durch den Ausfall von Arkona sind MENHIR an erste Stelle gerückt. Soundcheck wurde kaum gemacht, was sich beim ersten Song mit einem zu leisen Monitorsound beim Bassisten rächen sollte. Menhir aus Breitungen hatten hier ja quasi Heimspiel, so wurden wir auch mit einem "Hallo Zuhause!" begrüßt. Musikalisch war es hier gewohnt hymnisch, mit vielen cleanen Vocals, die auch von vielen lauthals mitgesungen wurden.





Ein toller Abend, der schon hungrig auf den 2.1. und 9.4.2009 macht!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Neuzugänge für´s PSOA 2009: Rotten Sound + Azarath

Die finnischen Landesmeister des professionellen Kopfeinschlagens ROTTEN SOUND (fin) spielen auf dem PARTY.SAN Open Air. Diese Jungs braucht man kaum noch vorzustellen, denn wer Carcass, Terrorizer und Nasum mag wird sie eh schon kennen. ROTTEN SOUND gehen keine Kompromisse ein, schlagen grundsätzlich zu und haben noch nie Gefangene genommen. Hier gibt es nur Tote auffe Tanzfläche. Wer hier nicht in Wallung kommt ist tot! 

Eine der truesten Death Metal Bands auf diesem Erdball sind ganz sicher die polnischen Satanics von AZARATH . Jungs, nehmt euch einfach mal ein paar Minuten und checkt diese Band. Vergesst die ganzen gehypten Dreckbands dieser Tage ... hier kocht der Koch noch selbst. Diese Band steht fuer herrlich brutalen Death Metal der ganz, ganz schwarzen Sorte. Irgendwo zwischen alten Morbid Angel und Angel Corpse sind AZARATH der feuchte Traum eines jeden Death Metal Musikanten. WAHNSINN!!! 

Quelle: party-san.de