Freitag, 21. Dezember 2007

Behemoth, Maroon & Purgatory beim Party.San 2008!

Die polnischen Könige des satanischen Death Metal´s BEHEMOTH (PL) werden das PARTY.SAN OA 2008 spielen. Nach den letzten Göttergaben „Demigod“ und „The Apostasy“ haben die Jungs endlich die nötige Zeit gefunden bei uns aufzuschlagen. Hier gibt es die schwarze Vollbedienung ohne Kompromisse. www.behemoth.pl

Die deutschen Metalcoreler von MAROON (D) werden das PARTY.SAN 2008 in Stücke reißen. Die Mannen um Andre Morawek haben mit ihrer neuen Platte „The Cold Heart Of The Sun“ ein Meisterwerk ihres Fachs abgeliefert und konnten uns somit mehr als überzeugen. Das Spuck und Rotzinferno aus Nordhausen wird Euch überzeugen. www.maroonhate.com

Die deutsche Death Metal Bastion PURGATORY (D) aus Nossen bringt die pure Blasphemie nach Bad Berka. Der Death Metal der ostdeutschen Helden lässt die Herzen der old-school Fans definitiv höher schlagen. Anschauen und Rübe abgeben. www.purgatory666.de

Samstag, 8. Dezember 2007

A blast from the past: Gorgoroth anno 1995

Die Mannen um Gitarrist Infernus (noch mit Bart) und dem alten Sänger Pest performen "Katharinas Bortgang".

Mittwoch, 28. November 2007

Bolt Thrower lehnen Wacken-Angebot ab!

Quelle: boltthrower.com

Vielen Dank an die 17,484 Leute die bei unserer Umfrage abgestimmt haben, wir schätzen Euren Einsatz sehr!

Wie Ihr ja wisst hatten wir uns diesmal entschlossen das Angebot der Wacken Open Air Veranstalter nicht sofort auszuschlagen, sondern eine Umfrage zu starten und Eure Meinungen dazu zu hören bevor wir unsere Entscheidung treffen. Natürlich war uns klar dass nicht alle die abstimmen würden automatisch auch Bolt Thrower Fans sind, aber wir waren sehr an den Kommentaren interessiert die Ihr uns schicken würdet.

Letztendlich erreichten uns hunderte von Kommentaren und die große Mehrheit bestätigte uns was wir uns schon selbst gedacht hatten - nämlich dass das WOA 2008 nicht das richtige Festival für Bolt Thrower ist.

Wir möchten den WOA Veranstaltern für ihr sehr gutes Angebot danken und wünschen ihnen viel Erfolg - und Euch, die in WOA 2008 dabei sein werden und für unseren Auftritt dort gestimmt haben, wünschen wir ein großartiges Festival Wochenende.
Wir werden bald entscheiden und bekanntgeben auf welchem Festival Bolt Thrower nächsten Sommer spielen werden.


Danke nochmals an alle die bei unserer Umfrage mitgemacht haben.

Cheers,Karl, Jo, Baz, Gav & Kiddie

Na da bleibt zu hoffen, daß man die Truppe am diesjährigen Party.San sieht.

Samstag, 24. November 2007

IMPALED NAZARENE (fin) und VREID (nor) kommen aufs Party.San

IMPALED NAZARENE (fin) spielen auf dem PARTY.SAN Open Air 2008. Die kranken finnischen Black Metal Punks aus Oulu standen schon seit Jahren auf unserem Plan und nun endlich konnten wir die Burschen fuer uns gewinnen. Keine Frage, diese Herren sind kontrovers. Seit ihrer Geburtsstunde ecken diese Bastarde an jeder Kante an und werden gleichwohl gehasst und geliebt. IMPALED NAZARENE stehen fuer Black Metal, Crust, Punk und Rock´n Roll wie keine andere Band in dieser Zeit. Freut auch auf Mika & Co.! www.campnazarene.com

Die norwegischen VREID (nor, ex-WINDIR) werden das PARTY.SAN Open Air 2008 bestreiten. VREID stehen fuer pechschwarzen Black Metal der mit viel Melodie und einer punkiger Attitude definitiv seine Anhänger gefunden hat. Die drei bisher veröffentlichten Scheiben "Kraft", "Pitch Black Brigade" und "I Krig" haben uns mehr als ueberzeugt. Wer Songs der Marke "Under Isen" oder "Left to Hate" nicht mag kann kacken gehen! www.vreid.no

Freitag, 9. November 2007

Weitere Bookings für PSOA 2008!

Einen HEADLINER-Spielplatz werden unsere alten Death-Metal-Helden von OBITUARY (us) einnehmen. Die aus Florida stammenden Death Metaller OBITUARY sind eines der ältesten Urgesteine der amerikanischen Death-Metal-Szene und sind mit ihren Alben „Slowly We Rot“, „Cause Of Death“ & „The End Complete“ wegweisend in diesem Genre. Begrüßt Mr.Tardy & Co. auf dem PARTY.SAN 2008!!! Alle Infos unter: www.obituary.cc

Grindcore-Fans aufgepasst! Die Grinder von LIVIDITY (us) werden das PSOA 2008 in Stücke metzeln!!! LIVIDITY aus Illinois/USA sind ein blutiger Bastard aus Grindcore & Death Metal der definitiv überzeugen kann. Hier regieren Groove, fette Riffs und ein Röchelmonster die Welt der Gorefans. Also vormerken: wenn ihr diese Band hinter euch habt sollte kein Körperteil mehr am alten Platz sein. www.lividity.info

Die deutschen Schwarzheimer von ENDSTILLE (ger) spielen das PARTY.SAN OA 2008. Die Kriegsversehrten Kieler MG-Lehrlinge sind DIE deutsche Black Metal Band die sich nicht ansatzweise vor der internationalen Konkurrenz zu verstecken braucht. Schnell, böse und absolut Black Metal! Keine Fragen, keine Antworten – nur Geschosse! www.endstille.com

Die Ostdeutschen DEFLORATION (ger) werden Bad Berka in Schutt und Asche legen. Diese Sickos stehlen Dying Fetus und Suffocation definitiv die Show und reissen euch mit Vergnügen die Eier vom Unterleib. Ein absolutes Schmankerl für Death-Metal-Fanatiker! Unbedingt ansehen! www.defloration-deathmetal.de

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Gorgoroth: Machen ohne Infernus weiter!

24.10.2007 Statement von Gaahl bezüglich der Europatournee und Gründe dafür, warum von einer weiteren Zusammenarbeit mit Infernus abgesehen wird


Ich habe ein paar Bedenken von Freunden und Fans bezüglich der Tour erhalten. Auf Grund der aktuellen und doch so kurzfristigen Neuigkeiten sind diese Bedenken zwar verständlich, jedoch kann ich persönlich dafür garantieren, dass die Tour wie geplant stattfindet.Gorgoroth haben sich nicht getrennt, sondern machen nur in einer anderen Aufstellung/Formation weiter. Die Tour soll unseren Dank gegenüber unseren Kollegen, unserer Booking Agentur, Promotern, Freunden und vor allem unsere Fans die bereits ihre Konzertkarten gekauft haben zeigen. Die Alternative wäre, die Tour zu streichen, was ich zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch unter keinen Umständen erlauben würde.Meine eigentliche Absicht war es, mich mit Anstand von Infernus zu trennen. Bedenke ich jedoch das Ausmaß welches diese Geschichte nun angenommen hat, ist es mir jedoch nicht länger möglich, ein paar der Gründe warum ich weitere Zusammenarbeit mit ihm verweigere offen zu legen.Als erstes möchte ich betonen, dass der Umgangston von Infernus äußerst respektlos war. Die Art und Weise, wie er mit Kollegen, Plattenfirmen, Musikern, Promotern (hier z.B. besonders die unrealistischen Rider-Forderungen), Produzenten etc umgegangen ist konnte nicht länger toleriert werden.Auch möchte ich sagen, dass er die ganzen vergangenen 8 Jahre keinen wirklichen kreativen Eigenanteil geleistet hat. Er hat weder Interesse an der Kunst die Gorgoroth ausmacht gezeigt, noch ist er zu Proben aufgetaucht. Auch Vereinbarungen wurden mehrmals nicht eingehalten. Er hat den Ehrenkodex gebrochen und hält die Regeln, die er selbst aufgestellt hat, nicht ein. Wir können uns weder noch auf ihn verlassen, noch können wir ihm vertrauen. Dies sind schwerwiegende Gründ dafür weshalb Gorgoroth momentan ohne Infernus weitermacht.Ich habe nun viele Jahre versucht, die originale Formation Gorgoroths beizubehalten, allein schon wegen meinem Respekt vor der vorherigen Arbeit von Infernus und dem Wissen, dass er eines der Gründungsmitglieder war. Ich habe mir lange Zeit gewünscht, dass er wieder der Künstler wird, der er einst war.., habe mittlerweile jedoch realisiert, dass dies wohl niemals mehr geschehen wird. Wir sind an dem Punkt angelangt an dem es unmöglich ist, zusammen mit King ein Feuer zu entfachen wenn von jemand anderem immer wieder Wasser drüber gegossen wird.Ich persönlich bin zwar nicht am formalen Teil beteiligt, wir sind jedoch auf alles was kommen mag vorbereitet. Wir wussten, was uns allen bevorsteht und haben uns -zusammen mit Partnern und Kollegen- dementsprechend vorbereitet, zu dem unter anderem das Sichern des Copyrights bezüglich des Band Namens und andere Formalitäten gehören. Die Anwälte beider Seiten können sich streiten soviel sie wollen; Die Wahrheit ist die Wahrheit, und wer Anderes behauptet lügt und wird dementsprechende Folgen wahrnehmen können.Wir haben uns dazu entschlossen, Gorgoroth zu diesem Zeitpunkt als Duo fortzuführen, denn die Alternative wäre gar kein Gorgoroth. King und ich werden Kunst weiterhin durch Gorgoroth "an den Mann bringen", wie wir es auch in den vergangenen acht Jahren gemacht haben. Wir sind bereits dabei, an einer neuen und verbesserten Version unseres Werks zu arbeiten. In den folgenden Monaten werdet ihr noch mehr Norwegischen Black Metal erhalten, der euch in form von Live-Auftritten und neuen Aufnahmen näher gebracht werden wird. Wir werden die Flamme heller und stärker leuchten lassen, mit oder ohne dem Namen Gorgoroth.


Gaahl – Bergen 23. Oktober 2007

Freitag, 12. Oktober 2007

Party.San Metal Open Air 2008 - Die ersten Bookings für 2008

Die lettischen Heiden von SKYFORGER werden das PARTY.SAN 2008 spielen. SKYFORGER sind definitiv eine der wichtigsten Pagan Metal Bands des Baltikums und bekommen mittlerweile weltweit riesigen Zuspruch. Ihre sehr geniale Mixtur aus rasendem Black Metal und typisch baltischer Folklore sollte man unbedingt gehört haben. Diese Band spielt mit Herz und Seele. SKYFORGER @ PSOA 2008!!! Infos unter: www.skyforger.lv


Einen ihrer im Jahre 2008 sehr rar gesäten Gigs werden LEGION OF THE DAMED (NL) auf dem Party.San OA spielen. Die Holländer werden unter der Hand schon als die „europäischen Slayer“ gehandelt und in der Tat kommt einem bei den Auftritten dieser wahnsinnigen Kombo der Gedanke sofort an die amerikanischen Thrasher auf. LEGION OF THE DAMNED stehen für überwältigende Grooves, messerscharfe Riffs und einen Gesang der euch die Eier abschneidet. Momentan gibt es für diese Jungs keine Konkurrenz!!! Infos unter: www.legionofthedamned.net


Die norwegischen KAMPFAR werden das PARTY.SAN 2008 spielen. Hebt die Hörner und streckt die Schwerter in die Höhe! KAMPFAR zocken seit Jahren erstklassigen Pagan/Black Metal und ziehen ohne Rücksicht auf Trends und Ausverkauf ihr Ding durch. Wer ohne die Platten „Mellom…“ und „Kvass“ nichte leben kann ist auf dem PARTY.SAN 2008 goldrichtig! www.kampfar.com


Wer guten Death Metal mag muß INSISION (swe) kennen. Die Band um Daniel Ekeroth(Swedish Death Metal Book) hat mit ihrer neuen Platte „Ikon“ einen Staub aufgewirbelt der sich in unserem Office einfach nicht mehr legen wollte. Wir zitieren hier mal die Homepage der Band: „Stockholm based Death Metal in the highest form of brutality – Rex Mundi Regare!“. Alle Infos unter: www.insision.com


Quelle: www.party-san.net

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Review: Gorgoroth ~ Incipit Satan


Erschienen: 2000
Label: Nuclear Blast Records
Line-Up: Gaahl (Vocals), Infernus (Guitars), Tormentor (Guitars), King ov Hell (Bass), Sersjant Erichsen (Drums), Daimonion (guest musician - synths)

Der Unmut einer musikalischen Kommerzialisierung aufgrund des Labels wurde ja schon mit dem Vorgänger "Destroyer" begraben, dennoch hebt sich dieses Album einen Tick vom bisherigen Schaffen der Norweger ab. Incipit ist Latein und bedeutet so viel wie "es beginnt", und so startet die Krawallorgie mit einem ersten Highlight - der Titelsong. Ein echter Brecher. Mal wütend schnell, dann wieder boshaft langsam. Hat sich auf dem Party.San ´07 auch als äußerst livefreudig erwiesen, auch wenn er sich da zwischen mehreren Songs ins pausenlose Musikgefüge (Ansagen waren äußerst rar) ordnen mußte. Etwas gemäßigter geht es bei darauf folgenden "A world to win" zu. Auch wenn man seinen Ohren kaum trauen kann - hier wird ein Synth in einem Gorgoroth-Song benutzt. Niemand geringeres wie Ivar Bjørnson (der hier als Daimonion im Booklet auftaucht) drückt hier die Tasten, obwohl sich dieses Instrument auch sehr im Hintergrund aufhält. Song Nr. 3, "Litani til Satan" nimmt erneut den Fuß vom Gas, hier wird die erwähnte Litanei in knurrend gesprochenen Worten heruntergebetet. Nein, "Unchain my heart!!!" ist kein Joe Cocker-Cover - hier holen die Mannen um Gaahl wieder die Brachialkeule raus, auch wenn der Song mit einem kurzen Synth-Intro beginnt. "An exerpt of x" ist zwar auch metallisch, dennoch irgendwie verträumt und recht langatmig. Erinnert mich musikalisch irgendwie an Burzum. Selbige werden im Booklet auch u.a. als musikalische und lyrische Inspiration genannt. Direkt im Anschluss kommt "Ein eim av blod og helvetesild". Dieser Song könnte auch auf einem der ersten beiden Alben stehen, so gnadenlos wird hier geholzt. "Will to power" ist für mich eigentlich nur ein Pausenfüller. Mögen das Synthiegewaber und die verzerrten Stimmen für die Band etwas bedeuten - ich höre mir lieber Gorgoroth´s metallisches Schaffen an. Der letzte Song ist alleine vom Titel her auch schon für diese Band etwas ungewöhnliches: "When love rages wild in my heart". Härtegradmäßig wird auch hier wieder etwas zurückgeschaltet. Die cleanen Vocals werden hier von einem Gewissen Micky Faust übernommen, da (angeblich) Gaahl diesen Titel nicht singen wollte. So bleibt unterm Strick wieder ein starkes Album der Norweger, auch wenn ich nicht böse gewesen wäre, wenn "Will to power" gefehlt hätte.


Sonntag, 7. Oktober 2007

Review: Desekrator ~ Metal for Demons



Erschienen: 1998

Label: Hammerheart Records

Line-Up: Ivar Bjørnson (Guitars), Grutle Kjellson (Vocals & Bass), Infernus (Guitars), Tormentor (Vocals & Guitars), Alligator (Bass & Vocals on "Bergen-Belzen Svinepelsen")

Diese Platte ist das Resultat von der Vorliebe für 80er-Jahre Thrashbands, einem Schuss Humor und einer gewissen Literanzahl Alkohols. Geben sich die Akteure in ihren Hauptbands noch ernsthaft episch bis unerbittlich hart, so wird hier augenzwinkernd geholzt und gelärmt. Natürlich kommt bei einer solchen Mixtur kein Referenzalbum heraus (was aber einige wegen es Line-Ups erwarteten), aber Spaß macht die Platte allemal. Startschuss und gleichzeitig Höhepunkt ist der Titelsong, welcher jede Metalparty rettet. ("Metal for Demons, it´s Metal for Demons - Jesus is bleeding - wow - Metal for Demons"). Weiterhin ragt der Song "Texas Joe" heraus - man glaubt hier wirklich einen zerknirschten Ami mit Jack Daniels-Buddel in der Hand zu hören. Und wer genau hinhört - bei "Bergen-Belzen Svinepelsen" kann man den Refrain singenden Grutle heraushören. Wie schon gesagt, es ist kein Hitalbum - doch das will es auch gar nicht sein. Hier wurde einfach drauf losgespielt und den Spaß am Metal ausgelebt, was natürlich dann auch entsprechend abenteuerlich klingt.

Mittwoch, 26. September 2007

Review: Enslaved ~ Frost


Erschienen: 1994
Label: Osmose Productions
Line-Up: Ivar Bjørnson (Guitars & Electronics), Grutle Kjellson (Bass, Vocal and Mouthharp), Trym Torson (Drums & Perc.)


Über dieses Album noch Worte zu verlieren, ist wie Eulen nach Athen tragen - trotzdem, oder gerade deshalb wird es das erste (und nicht das letzte) Review in diesem Blog.
Nach dem epischen "Vikingligr Veldi" war die Welt gespannt, was das Dreigespann aus Haugesund Neues zu bieten hat. Enttäuscht wurde sicherlich kaum jemand, auch wenn hier die Songs kürzer wurden. Die Qualität der Produktion konnte durch Pytten und der Band um einiges gesteigert werden. Doch nun zu den Songs.


Frost: Das Album beginnt mir namensgebend frostigen Keyboardklängen, welche dann nahtlos in den metallischen Opener Loke übergehen. Und hier zeigt die Band sofort, wo der (Thors-)Hammer hängt! Auch wenn sich dieser Song anfangs verdächtig nach Doom anhört, wird man nach einer halben Minute eines Besseren belehrt. Grutle schreit hier sein Wissen über Loki, den listenreichen nordischen Gott heraus und nach ca. 2 Minuten hat Tryms Schlagzeug ziemlich zu leiden. Enslaved gehen dann vom Highspeedgeknüppel in einen langsameren, aber nicht minder harten Teil über, bei dem Trym den Drumsound mit seinen Breaks in allen Lagen austestet. Passend zur Thematik endet der Song in schallendem Gelächter. Sicher einer der kraftvollsten Songs dieser Band, der auch gerne als Opener auf Gigs genommen wird. Als nächster Song steht Fenris an, welcher mit ein paar gesprochenen Worten beginnt, und sich dann erstmal im Midtempobereich bewegt. Nach 3:30 Minuten wird das ganze dann bis zum Ende ein Mix aus Highspeed und groovenden Passagen, teilweise mit Keyboard unterlegt. Svarte Vidder wiederum zeigt anfangs, daß sich Gitarren und Keyboards sehr gut ergänzen können. Der Song ist anfangs ziemlich straight, bekommt dann einen hymnenhaften, teilweise sogar spacigen Charakter. Sollte man gehört haben. Yggdrasil kann man als Verschnaufpause ansehen, was aber nicht bedeutet, daß der Song langweilig ist. Er beginnt mit ruhigen Gitarren und Percussion, dazu gesellt sich die Maultrommel und Klargesang. Ab 1:50 Minuten, wird es metallischer doch auf Grutles Geschrei wird weiterhin verzichtet (was dem Song hier auch gut tut). Nach diesem ruhigen Zwischenspiel kommt Jotunblod. Ohne Vorwarnung das volle Brett. Kein Schnörkel. Einfach geradeaus, hart, gnadenlos. Gylfaginning knüpft daran an, ist allerdings langsamer, stampfender kommt zwischendurch fast im Doomgefilde und dreht zum Ende hin nochmal gut auf. "Draw sword, fight with the god of war: Wotan!" Der Refrain ist Programm, auch hier wird kein Ohr geschont. Schnell gespielt Grutles anfeuerndem Geschrei und Ivars sägendem Gitarrensound, endend mit marschähnlichen Drums von Trym. So stell ich mir die Musik der "Army of the Northstar" vor! Der letzte Song, Isöders Dronning, beginnt verträumt mit einem eingängigen Gitarrenriff und Keys, bleibt aber vorerst im Midtempobereich. Das Riff wird auch weiterhin beibehalten, selbst wenn die Geschwindigkeit teilweise in Raserei übergeht. Doch nach fast 8 Minuten legt sich die "Königin der Eiswüste" auch schlafen und mit ihr endet auch dieses fantastische Album.

Mittwoch, 19. September 2007

A blast from the past

Artikel zu Black Metal aus dem Metal Hammer Ausgabe Nr. 6 / 1993

SATANISCHE VERSE



"A lunatic music,

The end of flock kindom

Sheep, you thirst for our insanity"



(At The Gates `Windows`)


Black Metal - eher ein Vorläufer des ungleich erfolgreicheren Death Metals, mittlerweile aber auch so etwas wie sein Erbe; die extremste, haßerfüllteste, provozierendste Musik, die wohl zur Zeit auf diesem Globus gemacht wird.

Und vielleicht auch diejenige, die die gesamte Toleranz, die mittlerweile extremen Musikformen zukommt, wieder zerstören kann. Stärker noch als im Death Metal sind im Black Metal gewisse böse Accessoires Pflicht. An erster Stelle zu nennen: Satanismus. Das ganze Auftreten der zeitgemäßen Black Metal-Bands zielt einerseits auf größtmögliche Schockwirkung, andererseits auch immer wieder darauf, die Existenz dieser gesamten Szene in einer mystischen, bedrohlichen Dämmerung zu belassen. Das Potenzial des Black Metal als rotes Tuch für die selbststilisierten Kontrollinstanzen der Gesellschaft ist kaum zu ermessen, und damit kommen wir zum eigentlichen Anlaß für diese Story, der Tatsache daß genau das geschehen ist: Black Metal hat sich aus den Kolumnen der Underground-Fanzines in das Interesse der Massenmedien katapultiert.


Tatort Norwegen: Ein Land, das mit Bands wie Mayhem, Darkthrone, Immortal, Burzum und Emperor als eines der Zentren der Black Metal-Rennaissance gilt. Lange Zeit war Black Metal ja, auch durch den massiven Erfolg des Death Metal, ein reines Untergrundereignis. Relativ unbeobachtet vom öffentlichen Musikinteresse, hat es seit Venom (die man als die erste Black Metal-Band betrachten muß) immer wieder Bands gegeben, die eine zentrale Rolle für eine kleine, aber stets existente Szene einnahmen. Bands wie Bathory in Schweden Mitte der Achtziger etwa; in Norwegen spielen seit ca. 1984 Mayhem diese Rolle. Erst als musikalische Urväter der einheimischen Szene, aber spätestens seit dem Selbstmord des Mayhem-Sängers Dead im Frühjahr 1991 richtete sich die Aufmerksamkeit von Mayhem und den mit ihnen assoziierten Bands auf mehr als nur die Bewahrung einer ökologischen Nische für die von ihnen verehrte Musik. Der sogenannte Black Metal Council of Norway, der unter der Führung Euronymous´ (von Mayhem) Musiker fast aller oben angegebenen Bands umfaßt, begann mit seiner selbstgestellten Aufgabe, die Welt von nicht wahrhaft ergebenen Black-Metallern und dem Satanismus abschwörenden Death Metal-Bands zu reinigen; wobei das letzte Ideal ist, die Welt in ein neues Zeitalter düsterer Riten, ein zweites Mittelalter zu stürzen. Erste Gerüchte, die an die Öffentlichkeit drangen, betrafen eine Todesliste der als Feinde erachteten Musiker, dazu kamen bald Übergriffe wie etwa der Versuch, das Haus des Therion-Sängers Kristofer abzufackeln (Therion spielen nach Meinung vieler satanistischer Musiker in Skandinavien sogenannten Treibhaus-Effekt-Death Metal, also Death Metal mit politisch/sozialen Texten - die Tatsache, daß Therion sich jetzt wieder dem Okkultismus zugewandt haben, hat die Sache übrigens noch schlimmer gemacht) und Angriffe auf den Tourbus von Paradise Lost. Der traurige Höhepunkt drang jetzt vor kurzem an die Öffentlichkeit, als Varg Vikernes alias Count Grishnákh, Frontmann von Burzum, unter dem Verdacht, acht Kirchen in ganz Norwegen niedergebrannt zu haben, verhaftet wurde. Auf einmal war die gesammelte Aufmerksamkeit der Medien auf diese geheimnisvolle, faschistisch-satanistische Vereinigung gerichtet und wurde von den Mitglieder genutzt, Parolen wie "Black Metal ist für brutale Leute; Leute die fähig sind zu töten!" (Euronymous - Mayhem) oder "Menschen sind dumm und wertlos, sie existieren um einem Führer zu folgen" (Count Grishnákh - Burzum) herauszuposaunen. Kommt das bekannt vor? Jedenfalls - und ich möchte hier wirklich keinen Platz für derartig gefährlichen Quatsch einräumen - ist der Weg frei für die generelle Verdammung der Musik. Welcher? Korrekterweise des norwegischen Black Metals, aber das Wort "norwegisch" wird jeder sofort vergessen. Ebonso das Wort "Black"? Wie leicht kann es passieren, daß wegen der Taten einiger Idioten wieder ganze Musikszenen aus dem Kegel der Toleranz weichen müssen. Ich habe mich bemüht, ein paar Stimmen zu diesen Ereignissen einzufangen, die vielleicht dazu anregen, etwas nachdenklicher an die Sache heranzugehen, anstatt jetzt sofort wieder alles in Bausch und Bogen zu verdammen. Die andererseits auch etwas Licht in das Dunkel der obskuren Kakophonie an Okkultismen, Ideologien und Strategien dieser vielschichtigen, jedoch fremdartigen und durchaus - aber differenziert - kritikwürdigen Szene bringen könnten.


Eine Stimme aus dem Dunkel


Ted Skjellum alias Nocturno Culto, Gitarrist und Sänger von Darkthrone, einer Band, die dem Black Metal Council of Norway zugeordnet wird, und deren Schlagzeuger Fenriz als einer der aktivsten Kräft hinter den Terroraktionen gilt:


"Ich möchte eigentlich diese ganzen Ereignisse nicht kommentieren. Es ist mir egal, und ich habe damit nichts zu tun. Ich weiß, daß unser Schlagzeuger in diese Sachen verwickelt ist, aber das ist nicht meine Sache. Wir treffen uns nur selten, um zu üben. Ansonsten lebe ich an einem sehr einsamen Ort und ich kenne kaum jemand von diesem Council. Sollen die sich doch alle umbringen - diese Leute sind reichlich komisch, um es einmal so zu sagen. All die Dinge, die passiert sind, sind sehr schlecht für die norwegische Black Metal-Szene. Die ganzen Aktionen waren kindisch und Kindern durchgeführt. Jetzt stehen sie den Konsequenzen gegenüber, und die Zeitungen sind voll davon, wie sie weinen und sich entschuldigen. Mich regt das fürchterlich auf, denn es zerstört das ganze Mysterium des Black Metal. Ich möchte nicht, daß jeder Idiot über diese Musik informiert ist."


Was bedeutet denn Black Metal für Dich?


"Black Metal ist für mich der musikalische Aspekt meiner Religion. Aber Black Metal ist für mich ein persönliches Ding, nichts, was man in die Öffentlichkeit tragen sollte. Jeder behauptet, er sei der "richtige" Satanist, und jetzt fangen sie an und gehen los, alle anderen umzubringen. Ich selbst behaupte nichts; ich fühle daß ich für mich das Richtige gefunden habe, aber das geht keinen etwas an. Ich spiele keinen Black Metal, um Platten zu verkaufen, um Fans zu bekommen, oder Anhänger, die dann für meine Meinung losgehen und anderer Leute Häuser anzünden. Ich spiele Black Metal, um für mich selbst einen musikalischen Ausdruck meiner Lebenseinstellung zu finden. Wenn ich es in Zukunft noch machen werde, dann ausschließlich für mich selbst."


Aber Darkthrone als Band existiert doch noch. Hast Du jemals versucht, diesen zerstörerischen Prozess zu stoppen?


"Die Band ist kein dummer Debattierclub, in dem wir über unsere Religion diskutieren. Wenn Fenriz diesen Mist weitermachen will, so soll er es tun - für mich ist die Black Metal-Szene in Norwegen eh zerstört. Und wenn sie ihn fangen, ich werde darüber lachen."


Andere Schattenregionen


Tomas Lindberg, Sänger der schwedischen Band At The Gates, die intelligent-satanistische Texte mit avantgardistischen Black/Death-Metal verbindet:


"Glücklicherweise haben wir mit dieser Geschichte bisher nichts zu tun. Keiner wirft uns vor, wir würden Treibhaus-Effekt-Death Metal machen oder der falschen satanistischen Organisation angehören, so daß wir vor den Norwegern bisher unsere Ruhe hatten. Ansonsten ist das natürlich der heilige Schwachsinn, was diese Black Metal-Kids da veranstalten. Ich sehe mich selbst als Satanisten, aber eher in einem philosophischen Sinn. Stanismus heißt nicht, böse zu sein; Satanismus ist ein Synonym für Freiheit. Was aber auch einschließen muß, daß du die Taten anderer tolerierst."


Meinungen über Satanismus scheint es ja mindestens so viele zu geben wie satanistische Bands. Wird der Begriff nicht irgendwann zur Hülse?


"Immer da, wenn er zum Dogma erhoben wird. Ich weiß nicht, wie einzelne Personen zu ihrer satanistischen Offenbahrung kommen, aber für mich ist immer das Entscheidende, daß Satanismus eine Philosophie ist und keine Religion. Eine Philosophie, die auch Probleme integrieren muß. Niemand darf sich hinstellen und seinen Satanismus als den einzig wahren predigen, und noch viel weniger darf man aus dieser Überzeugung heraus andere töten. Ich zumindest dachte bisher, daß Black oder Death Metal eine Art musikalisches Ventil für Aggressionen ist, aber ich fürchte, die Leute in Norwegen haben vergessen, daß Black Metal Musik ist."


Mika Lutinnen, Sänger der finnischen Black Metal-Band Impaled Nazarene, die, obwohl eine der extremsten satanistischen Bands der Welt, ebenfalls auf der ominösen Todesliste steht:


"Wir möchten nicht mehr Black Metal genannt werden, seitdem diese ganzen norwegischen Bands die Götter sind und alles zerstört haben, was Black Metal jemals gewesen ist. Sie sagen, Black Metal wäre Satanismus. Mal ernsthaft, keine Musikform, am wenigsten Metal, kann Satanismus sein. Satanismus ist mein Leben - ich lebe für die Dunkelheit und die Kräfte, die in ihr verborgen sind. Ich bin Satanist, Okkultist, und ich bin stolz darauf! Satanismus bedeutet konstantes Lernen, und es läuft definitiv nicht so, daß du an an Black Metal Gefallen findest und plötzlich kommt dieser Geistesblitz: "Hey, jetzt bin ich ein Satanist!"


Und wie steht es mit den terroristischen Aktivitäten, die die norwegische Szene jetzt in die Schlagzeilen gebracht haben?


"Zu dem ganzen Mist gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Seit Dead, der Sänger von Mayhem, sich umgebracht hat, passiert in Norwegen nur noch Schwachsinn. Dieser Typ von Old Funeral beschließt, er sei der allmächtige Gott und nimmt den Namen Burzum - aus diesem extrem bösen Buch "Der Herr der Ringe" - an. Er und die anderen Idioten dieses Black Metal-Zirkus aus Norwegen erklären dem Rest der Welt - uns eingeschlossen - den Krieg. jetzt haben sie sich selbst in die Scheiße geritten. Die sogenannte Black Metal-Szene wurde viel zu lange von Mayhem manipuliert. Diese Band hat es seit 1987 nicht mehr geschafft, irgendetwas zu veröffentlichen. Ich denke, daß sie dabei sind, ihren Ruf zu verlieren, deswegen geht jetzt dieser Kinderkram ab. Mittlerweile gibt es genug wirklich gute Black Metal-Bands, die sich einen Dreck um Euronymous, Mayhem und den ganzen norwegischen Black Metal Council kümmern, wie etwa Profanatica, Blasphemy, Mystifier..."


Aber denkst du nicht, daß dieses ganze Geschäft mit Todeslisten und Anschlägen gegen unbeliebte Bands zu weit geht?


"Also, nach Euronymous ist die Person, die der erhabene Black Metal Council am meisten haßt, Occultus, der Ex-Mayhem-Sänger. Er lebt in Norwegen, und er lebt immernoch. Das sind Kinder, die reden viel, jetzt haben sie ein bißchen Schwachsinn verzapft, haben sich erwischen lassen, und das Geheule ist groß. Ich stehe auch auf ihrer Todesliste. Was ist passiert? Sie rufen uns am Wochenende nachts an - sehr erschreckend. Ich kann diese Kinder, die sechs Jahre jünger sind, einfach nicht ernst nehmen. Und wenn es mein Schicksal sein sollte, von einem norwegischen Schwachkopf umgebracht zu werden: So sei es. Aber ich werde kämpfen."


Dennoch, Angriffe wie der auf Therion sind mehr als nur Kinderkram.


"Fakt ist, daß Therion Treibhaus-Effekt-Death Metal spielten und jetzt plötzlich okkulten Trend-Metal. Aber ich würde sie dafür nicht umbringen. Ich sage auch nicht, daß Kinderkram immer harmlos ist; ich sage, daß die Leute in Norwegen einen Hirnschaden haben, der nichts mit Black Metal zu tun hat!"

Es ist nicht zu bestreiten, daß den vielen Elementen er ganzen Szene, ihren Ideologien und Organisationsformen, etwa anhaftet, das man als faschistisch bezeichnen könnte. Gerade junge Leute können dieser mystisch verbrämten Gewaltbereitschaft leicht erliegen - ähnlich dem politisch rechten Straßenkampf-Gebahren hier in Deutschland. Aber man sollte nicht dem Fehler verfallen, deswegen gleich die gesamte Black Metal-Szene zu verdammen. Gerade der aufgeklärte Metaller heutzutage bekennt immer seine weitgehende Toleranz gegenüber anderen Gedanken, und sogar Bands wie Deicide und Cannibal Corpse werden an den Fallgruben von Report und Konsorten liebevoll vorbeigezogen. Sicher ist die Ähnlichkeit dieser norwegischen Ereignisse mit den traurigen Vorgängen in unserem Land erschreckend, dennoch - deswegen habe ich auch Leute wie Ted, Tomas und Mika zu Wort kommen lassen - sollte man nicht gleich alle Black Metal-Fans zu Idioten erklären. Ich finde es schade, wenn die Reaktion darin bestehen muß, daß Bands wie Samael urplötzlich von den österlichen "Full Of Hate"-Festivals fliegen; ja wenn sich Journalisten auf einmal dazu gezwungen fühlen, Black Metal-Platten mies zu finden. Um es einmal auf einen vielleicht extremen Punkt zu bringen: Generalisierte Verurteilungen haben wir wirklich nicht nötig. Jeder sollte für sich selber nachdenken, sein eigenes Urteil treffen. Alleine die Frage, wer jetzt eine Black Metal-Band ist (und deswegen der Feind), ist nicht so einfach zu entscheiden. Kategorien fressen sich selbst, und das Beispiel Ausländerfeindlichkeit zeigt doch, wie undifferenziert man wird, wennman erstmal anängt, in Kategorien zu denken. Was den Black Metal betrifft: Vielleicht wird es einige überraschen, daß in Finnland etwa Tiamat als reine Black Metal-Band gelten. Die durften aber dem österlichen Lärmreigen beiwohnen... Black Metal auf die Aktivitäten eines irregeleiteten Kreises von Spinnern zu reduzieren, hieße das gleiche, wie Heavy Metal als generell gewaltverherrlichend, sexistisch und protofaschistisch abzutun. Jede Form von Musik hat es verdient, sich mit ihr als Phänomen auseinanderzusetzen. Das Klischee des Black Metal als die akustische Untermalung für abbrennende Kirchen mag medienwirksam sein, aber es ist nicht gerade fair.

R. Müller




Dienstag, 18. September 2007

Welcome to the Blog!

Incipit Weblog!


Schauen wir mal, was sich draus entwickelt. Wer Ideen einbringen will - ich bin für vieles offen.

Loosi