Mittwoch, 20. August 2008

One time in Wacken - A lifetime in heaven (by Hüter des Nordens)

WACKEN 2008 - Das größte Metal-Festival der Welt - Ein Fest der Superlative

Nach nun mehr 10 Jahren Wartezeit war es nun endlich soweit - der Hüter des Nordens
enterte die Wiesen, die die Welt bedeuten...

Mein Fazit von Wacken? Ein Fest, das seines Gleichen sucht...

  • Mehr als 100.000 Leute haben sich auf dem Festivalgelände rumgetrieben
  • Mehr als 80 Bands haben den Norden DE für ein WE metallisch beben lassen
  • Mehr als 250 Fußballfelder groß war die Wacken Festival-Zeltstadt
  • Mehr als 2500 Journalisten aus über 20 Ländern der Erde waren anwesend
  • Mehr als 2000 Arbeiter und Helfer haben das W:O:A erst ermöglicht

Die Zahlen alleine sprechen schon für sich. Doch weil man ein Festival nicht an seiner Quantität, sondern Qualität messen sollte, folgt nun der Bereicht eines wahren Gläubigen.

Bereits am Mittwoch, 30.07.08, habe ich meine Reise in den hohen Norden angetreten. Für mich nicht die erste, aber die bedeutendste meiner Pilgerreisen. Immerhin habe ich seit mehr als 10 Jahren vom Wacken geträumt und geduldig gewartet, bis es endlich soweit war. Man fährt nicht einfach so auf Wacken. Man folgt vielmehr seinem Ruf. In diesem Jahr wusste ich, dass meine Zeit gekommen war. Am frühen Morgen gegen 08.00 Uhr bin ich im schönen Thüringen gestartet und direkt über die A7 nach Kassel geflogen. Dort hies es ersteinmal den Gastank auffüllen und die letzten Utensilien aus der Zweitwohnung (z.B. Bier) noch einpacken. Danach hat sich das Nightwishmobil auf den langen Weg über die Arterie Deutschlands (A7) gen Wacken gemacht. Überraschenderweise an diesem Tag kein Stau.Nur viele geile Leute und W:O:A-Autos auf der Autobahn soweit das Auge reicht. Selbst der Zwischenstop am Rastplatz Hamburg wurde bereits zur ersten Metalparty auserkoren. Danach ging es aber zügig weiter... durch den dunklen Elbtunnel...vorbei an der Nordsee und Itzehoe direkt nach Wilster, unserem Quartier während des Ausnahmezustands. Das Hotel lässt sich mit Prädikat "einfach und rustikal" sehr gut einordnen. Der Mittwoch diente ausschließlich der Essens- und Bierverkostigung sowie dem ersten Aufeinanderprallen mit Einheimischen und natürlich den Metalheads (in diesem Fall aus Stuttgart und Holland). Die Kommunikation fand dabei hauptsächlich auf Englisch und per Trinkspruch statt. Das wars auch schon zu Tag 1.

Was danach folgt, erscheint mir heute wie ein Traum, aus dem man nur ungern aufwachen möchte. Am Donnerstag Morgen sind dann auch meine Hannover Jungs eingetroffen und die Party konnte starten. Nach den üblichen ersten Meet & Greets und "Sit ins" sowie "Come togethers" haben wir uns dann per Taxi auf dem Weg zu den Maiden-Göttern gemacht. Vorher sollten wir allerdings noch von Leave's Eyes verzaubert werden. Die Band um Frontsirene Liv Kristine eine absolute Wohltat. Vor Maiden hinterließen vor allem Airbourne einen bleibenden Eindruck. Die Australier wissen, wie man rockt. Dann sollte es endlich soweit sein - IRON MAIDEN stürmen die Bühnen und wissen, wie man seine Fans in den absoluten Siegestaumel versetzt. Für die alternden Briten, die nix von ihrer Durchschlagskraft verloren haben, wird der Auftritt in Wacken zum absoluten Triumphzug. Aus fast 70.000 Kehlen erklingen die Lieder text- und siegessicher. Jeder Song wird frenetisch gefeiert. Als dann Onkel Bruce mit dem Great Britain-Banner und Freund Eddie die Bühne stürmen, kennt die Masse kein Halten mehr. Das Konzert wird zu einer Heavy Metal Messe und keiner ist mehr allein an diesem glorreichen Abend. Für Maiden ist es der größte Auftritt ever in Germany und für die Fans ist an diesem Abend ein Highlight schon vorüber. Aber wo man hinblickte, nur strahlende erschöpfte Gesichter.

Aufgrund einer eher zurückhaltenden Bierkonsums am Vorabend ging es uns Freitag dann ziemlich gut und so haben wir uns dann doch relativ früh wieder nach Wacken aufgemacht. An diesem Tage ging es dann endlich etwas härter zu Sache. Neben Crematory, Soilwork, Gorgoroth, Opeth, Children of Bodom, The Haunted, Massacre und Ensiferium gab es auch reichlich Power Metal ala Kamelot, Sonata Arctica und natürlich AVANTASIA. Tobias Sammet und sein Al-Star-Ensemble haben an diesem Abend den wohl besten Gig ihrer Kariere und auch den besten Festivalgig in Wacken 2008 gezockt. Was für ein Hammerkonzert - mir ging es in der 2. Reihe dabei ziemlich gut, obwohl das Gedränge schon heftig war. Aber jeder blaue Fleck war es wert. Vor allem die Songs vom neuen Album "The Scarecrow" (z.B. "Lost in space" und "Twisted Mind") sowie "Avantasia" und "Serpents in paradise" haben gerockt wie Sau...und die Massen waren nun nicht mehr zu halten. Geiler Abend...der mit Crematory und den Vollblutsatanisten Gorgoroth ein hartes und sicherlich überraschendes Ende hatte. Denn die Norweger Gorgoroth konnte vor allem mit ihrer Feuer-Sadomaso-Kreuzigungs-Liveshow viele der Besucher doch ganz gut schocken. An dieser Stelle ist die Band Children of Bodom etwas zu kurz geraten. Die finnsichen Helden um Alexi Laiho haben meiner Ansicht nach den besten Wackengig nach Avantasia hingelegt. Ein großartiges Brett mit tollen Hymnen ("Bodom Beach Terror"!!!) und lustigen Coversongs ("Umbrella" von Rihanna..."Ghostriders in the sky" von Johnny Cash..."The final countdown" von Europe...) haben die Fans vollkommen ausflippten lassen...

Tja, bleibt uns noch der Samstag. Ein sehr verheißungsvoller Start. Denn mit Bands Exodus, Kreator und At The Gates macht man bekanntlich nix falsch. auch die Jungs von Killswitch Engage und As I Lay Dying haben ordentlich gebangt. Für mich waren an diesem letzten Abend Nightwish und Lordi eine reine Offenbarung. Viele Festivalbesucher haben sich nicht gerade positiv über Anettes Gesang geäußert. Ich fand Nightwish absoulte Klasse und war im Rausch der Sinne. Gerade die neuen Songs gingen absolut nach vorne und "The poet and the pendulum" war der beste Livesong des ganzen Festivals. Eine tolle Show, große Emotionen und Anette sieht verdammt nochmal für ihre 37 Jahre absolut Hammer aus. Das muss an dieser Stelle auch mal sein! Und dann kam als letzter Ohrenschmaus Finnlands ganzer Stolz - LORDI. Die Band ist einfach die ROCKsensation der letzten Jahren. Die Jungs haben nur Hits im Schlepptau und einer der Hits ("They only come out at night") wurde gesanglich sogar von der deutschen Metallegende U.D.O. supported. Was für ein Abschluss - HARD ROCK HALLELUJA!

Mein Bericht für Loosi Blog ist ziemlich durcheinander, hektisch, emotional und direkt-komprimierend konzipiert. Genau sofühle ich mich im Moment auch. Das Festival hängt mir noch ziemlich nach. Nicht körperlich, sondern herzlich...man kommt nach seinem Wacken nicht als derjenige heim, als der man damals seine Pilgerreise angetreten hat. Wacken hat mich tief berührt und verändert. Seitdem erscheint vieles in einem anderen Licht, manches ist im Schatten verschwunden.

Wacken hat mir vor allem gezeigt, dass es im Leben so viele wichtigere Dinge gibt, als den ganzen Alltagsscheiß und die sinnfreien Partys, die man sonst feiert. Außerdem hat Wacken eine Botschaft

- Zu Gast bei Freunden - WELCOME METALHEADS -

In Wacken spielt deine Herkunft, dein Aussehen, dein sozialer Status und deine Vergangenheit keine Rolle. Hier sind alle einfach nur Metalheads und verschwenden keinen Blick zurück. Die Freundlichkeit, Offenheit und der frenetische Jubel dasganze Wochenende über sind absolute Ausnahme in diesem Land und zeigen mir, wie man mit stolzer Brust und offen für alle Welt zeigt:

ICH BIN ANDERS & WERDE ES AUCH BLEIBEN!

Diese Botschaft war & ist ein wichtiges Signal für mich und hat in meinem noch jungen Leben eine neue Etappe eingeleitet.

Ich habe mir bereits am 04.08.08 mein Ticket für das 20. W:O:A geordert...aus purer Angst, die Karten könnten zu früh weg seinund man verpasst das nächste Walhalla. Zum Jubiläum darf bereits kräftig gesponnen werde...Gerüchte sprechen von AC/DC, Metallica und Rammstein als Headliner...nun ja...lassen wir uns überraschen...

NICHT LANG SCHNACKEN - AUF NACH WACKEN! oder: "FREIES KACKEN NUR IN WACKEN"!

In diesem Sinne Adios & bis bald my friends!

Or like Bruce said: "Move the fucking cran - show me the audience"!

Hüter des Nordens Thüringen 2008, 20 Tage nach Wacken



Und hier geht´s zum Wacken-Webalbum:

W:O:A by Hüter des Nordens

Montag, 11. August 2008

Party.San Metal Open Air 2008 - Festivalbericht

Mieze, Boy & Jarne + Die Party.San Crew präsentierten uns über Monate hinweg eine ständig wachsende Speisekarte und Anfang August war es schließlich soweit: Es ist angerichtet und 9000 Hungrige kommen nach Bad Berka und wollen aus dem Death-Black-Thrash-Grind-Topf naschen. Vielen war die letztjährige Schlammschlacht noch bestens bekannt, doch sollte der Wettergott uns 2008 wohl gesonnen sein. Dies, sowie das Versprechen der Veranstalter aus Fehlern von 2007 zu lernen und weitere Verbesserungen durchzusetzen, ließ die Meute mit freudigen Erwartungen ins Weimarer Land anrücken.

So auch wir, die Donnerstag gegen 17.30 Uhr anrollten. In 2er Reihen wurden die Autos nach Glas abgecheckt. Im Gegensatz zu 2007 blieb uns diesmal eine Großrazzia im Auto erspart. Glas wäre bei uns sowieso nicht auffindbar gewesen. Die relativ späte Anreise hat uns letztendlich einen etwas abgelegenen, aber durchaus aktzeptablen Parkplatz beschert. Unsere Nachbarn waren einerseits eine Truppe aus Saalfeld, auf der anderen Seite Thierry mit seiner Freundin, beides Franzosen. Thierry´s Opel bestach durch kultige Sodom- und Artillery-Aufkleber. Nach kurzer Aufbauphase (wobei wir auch noch nebenbei den Franzosen Pavillon-Aufbauhilfe gaben), stand unser Wochenendhaus.

Nach ein paar Metern Fußmarsch waren wir dann erstmals am Festivalplatz. Soweit alles beim Alten: Metstand links, Nagel Food rechts hinten, zentral die Biertheke. Kurze Besichtigung der Merchandise-Stünde und schon war´s 20 Uhr.
Nach einer kurzen Ansprache des Veranstalters war es Zeit für den Opener Purgatory! Die Sachsen ballerten ihren Death Metal auf die wartende Masse los. Natürlich wurde auch die 2008er Scheibe "Cultus Luciferi - The Splendour of Chaos" bedacht und lautstark präsentiert. Ein großartiger Start für ein großartiges Festival!


Den Nachfolger Deadborn, der übrigens ein paar ehemalige Necrophagist-Mitglieder beheimatet, hatten wir nur ein paar Minuten gesehen, da noch ein kurzer Besuch am Auto angesagt war. Sie spielten grundsoliden Todesstahl, der vor Ort viele Besucher begeistern konnte.

Die Musiker mit den Namen 3818.w, Pi: 1T 5r , v.03/170, 10.XIXt und R 215k - kurz Farsot aus Gotha verpassten wir aus diesem Grund auch.
Pünktlich zu Skyforger aus Lettland waren wir wieder da und konnten uns vom qualitativ hochwertigen Folk/Pagan-Metal überzeugen. Leider war hier ein Bandmember erkrankt, so daß die Truppe nicht vollzählig erschien.


Den krönenden Abschluss des Abends sollten die Schweden Dismember bestreiten. Die Mannen um Sänger Matti Kärki konnten aus einer umfangreichen Songauswahl wählen und bescherten uns Death Metal der Extraklasse. Dismember sind auch nach 20 Jahren nicht zum Alteisen zu zählen!

Wer noch Energie und Durst hatte, konnte sich anschließend ins Bierzelt zur Metaldisco betätigen und hier noch den Kopf kreisen lassen. Queen´s "Bohemian Rhapsody" war hier der letzte Song und der Donnerstag damit vorbei.

Der Freitag begann für uns erst mit den Schweden Black/Thrashern Tyrant, während Irate Architect und Defloration hielten wir uns noch am Zeltplatz auf. Die Musik der Jungs aus Eskilstuna wußte zu gefallen. Tyrant mußten sich auf ihr bisher einziges Album "Reclaim the Flame" beschränken. 2 der Tyrant-Member sind übrigens auch bei The Black beschäftigt, wo auch eins Jon Nödtveidt mitlärmte. Bassist Daniel Ekeroth hatte am Samstag auch noch mit Insision einen Auftritt.

Die nun folgenden Holländer Hail of Bullets waren wie angekündigt Pflichtbesuch. Sänger Martin van Drunen begrüßte, wie schon 2007 mit Asphyx, die Fans auf deutsch. Aus dem Vergleich der Anwesenden mit "tollwütige Hunde" wurden zwar "tollwuchtige Hunde", musikalisch hagelte es Old School Death Metal von der Bühne.

Bei den US-Amerikanern Lividity war eine kurze Verschnaufpause im Bierzelt angesagt, den Death/Grindbegeisterten dürfte die musikalische Darbietung aber gefallen haben.
Kampfar standen nun am Programm - Viking Metal! Auch wenn man Dolk auf den ersten Blick fast für einen Chippendale hätte halten können - musikalisch gabs feinsten Stoff aus Norwegen zu hören. Höhepunkt war das epische "Hymne" von der 95er EP, bzw. dem Debüt.


Viking Metal Runde 2: Nach kurzer Pause ging es mit Tyr von den Färöer Inseln weiter. Tyr verstanden es gekonnt, die traditionellen Balladen ihrer Heimat in das Gewand des Heavy Metal zu hüllen. Beim Song "Hail to the Hammer" wurde auch im Publikum der Hammer geschwungen (siehe Bild).

Nach 11 Jahren rauften sich die Schweden von Unanimated wieder zusammen und präsentierten auf dem Party.San lange nicht mehr gehörten schwedischen Melodic Death Metal.

Im Anschluss folgten die Kieler Black Metaller von Endstille. Sänger Iblis erinnerte mich irgendwie an Marduk´s Mortuus (nach 4 Wochen Fitnessstudioaufenthalt), was die spätere Kunstblutbesudelung noch verstärkte. Musikalisch wurde hier das Gaspedal durchgetreten und das Kriegskonzept eindrucksvoll vertont.

Bloodbath - der Name war Programm. Die Schweden um Opeth-Fronter Mikael Akerfeldt kamen mit ihrem Death Metal der alten Schule sehr gut bei den Fans an. Wie auch Bolt Thrower spielten sie das einzige Open Air 2008, was entsprechend gewürdigt wurde.

Wo wir schon beim Thema sind: Bolt Thrower entschieden sich für ihren einzigsten Festivalauftritt 2008 für Bad Berka und sagten in Wacken ab. Des einen Freud ist des anderen Leid, denn das englische Urgestein gilt als Garant für kreisende Matten. Und sie enttäuschten nicht. Songs wie "Mercenary" ließen niemanden still stehen und sorgten für einen zufriedenen Abschluss des Freitags.

Endspurt am Samstag. Noch 11 Bands gab es zu lauschen.
Imperious Malevolence waren mir bisher nur von myspace bekannt, aber das wollte ich mir nicht entgehen. Die Brasilianer hatten als erste Band des Tages zwar einen schwierigen Start, aber deren brutal-präzises Gehämmer und deren Fanatismus am Metal fand schnell Gefallen. Aus einer handvoll Leuten vor der Bühne wurde schnell ein begeisterter Haufen Menschen.

Insision und Facebreaker wurden gegen einen Aufenthalt am Auto getauscht und pünktlich um 16.45 Uhr hatten sich die Norweger von Koldbrann angekündigt. Mannevond und Co. bedienten sich aus ihren beiden Alben "Nekrotisk Inkvisition" und "Moribund", spielten aber auch von der neuen EP (erscheint im August) den Song "Opium Fields Forever". Daß Koldbrann mit Endstille zusammenarbeiteten, ist bekannt. Und so kam zu "Bestial Swarm" nochmal Iblis mit auf die Bühne.

Rein optisch hätte die nächste Band "Die Ärzte" heißen müssen. Geht natürlich nicht, denn das waren General Surgery aus Schweden. Der obligatorische Ärztekittelgrind am PSOA!

Maroon waren nicht ganz unser Ding, deshalb glänzten wir hier auch mit Abwesenheit.

Vreid kamen im Einheitslook und spielten begeisternden Black´n´Roll. Natürlich darf man die Band Windir nicht vergessen, dennoch ist Vreid ein Neubeginn für diese begnadeten Musiker.

Impaled Nazarene fingen scheinbar ein paar Minuten zu früh an, denn wir hörten die Finnen schon kurz vor 20.45 Uhr, aber vielleicht lags auch an der Uhr. Die verrückten Finnen spielten ein schnelles Brett, Klassiker wie "Sadhu Satana" und "The horny and the horned" waren zu vernehmen. Irgendwer hatte im Publikum einen rosafarbenen Ball in die Fanmenge gebracht, welcher dann so lange durch die Luft flog bis er auch irgendwann Sänger Mika ins Zentrum seiner Männlichkeit traf (so sah es jedenfalls aus). Schien zwar nicht so schlimm gewesen zu sein, aber er schien dann etwas angepißt zu sein.

Die früher unter Occult firmierenden Holländer (spielten vor ein paar Jahren schonmal am PSOA) enterten jetzt als Legion of the Damned die Bühne und entfachten ein wahres Thrash-Feuerwerk. Mir war deren Musik zwar weniger geläufig, doch der Begeisterung der Fans konnte man sich nur anschließen.

Die Polen Behemoth hatte ich zuletzt vor 8 Jahren gesehen. Nach Installieren von 2 Doppeladlern und dem Bühnentransparents des Cover vom letzten Album (" The Apostasy") legten die Jungs aus Danzig los. Ich kenne leider nur die älteren Songs (aus deren Black Metal Phase). Dennoch war es ein sehr guter und energiegeladener Auftritt des Co-Headliners.

Eine der dienstältesten Florida-Death Metal Bands konnte als Samstags-Headliner verpflichtet werden. John Tardy ist seit 1984 gestandener Frontmann (damals noch als Executioner) und man merkt es ihm nicht an, also nix mit Opi-tuary: um Mitternacht enterten Obituary die Bühne und legten druckvoll los. Der Mob tobte und bei "Slowly we rot" gabs kein Halten mehr.
Die Jungs aus Brandon hatten den Headlinerstatus wahrlich verdient. Nach 1 1/2 Stunden neigte sich das Geschehen auf der Hauptbühne dem Ende zu. Natürlich ging es dann noch bis zum Morgengrauen mit Metaldisco im Zelt (u.a. auch mit den beliebten Einspielungen von u.a. von ABBA) weiter. Wir zogen allerdings hier den Platz im Schlafsack vor.

Fazit: Das bisher beste Party.San! Vielen Dank an den Veranstalter und sämtliche Helfer für das tolle Wochenende. 2009 wird das hoffentlich noch toppen, erste Bandbestätigungen sind bereits eingegangen.

Hier ist noch der Link zum Webalbum. Leider sind nicht alle Fotos 100%ig geworden, aber bei den Fotografierumständen verständlich.


Party.San Metal Open Air 2008