Mittwoch, 24. Oktober 2007

Gorgoroth: Machen ohne Infernus weiter!

24.10.2007 Statement von Gaahl bezüglich der Europatournee und Gründe dafür, warum von einer weiteren Zusammenarbeit mit Infernus abgesehen wird


Ich habe ein paar Bedenken von Freunden und Fans bezüglich der Tour erhalten. Auf Grund der aktuellen und doch so kurzfristigen Neuigkeiten sind diese Bedenken zwar verständlich, jedoch kann ich persönlich dafür garantieren, dass die Tour wie geplant stattfindet.Gorgoroth haben sich nicht getrennt, sondern machen nur in einer anderen Aufstellung/Formation weiter. Die Tour soll unseren Dank gegenüber unseren Kollegen, unserer Booking Agentur, Promotern, Freunden und vor allem unsere Fans die bereits ihre Konzertkarten gekauft haben zeigen. Die Alternative wäre, die Tour zu streichen, was ich zum derzeitigen Zeitpunkt jedoch unter keinen Umständen erlauben würde.Meine eigentliche Absicht war es, mich mit Anstand von Infernus zu trennen. Bedenke ich jedoch das Ausmaß welches diese Geschichte nun angenommen hat, ist es mir jedoch nicht länger möglich, ein paar der Gründe warum ich weitere Zusammenarbeit mit ihm verweigere offen zu legen.Als erstes möchte ich betonen, dass der Umgangston von Infernus äußerst respektlos war. Die Art und Weise, wie er mit Kollegen, Plattenfirmen, Musikern, Promotern (hier z.B. besonders die unrealistischen Rider-Forderungen), Produzenten etc umgegangen ist konnte nicht länger toleriert werden.Auch möchte ich sagen, dass er die ganzen vergangenen 8 Jahre keinen wirklichen kreativen Eigenanteil geleistet hat. Er hat weder Interesse an der Kunst die Gorgoroth ausmacht gezeigt, noch ist er zu Proben aufgetaucht. Auch Vereinbarungen wurden mehrmals nicht eingehalten. Er hat den Ehrenkodex gebrochen und hält die Regeln, die er selbst aufgestellt hat, nicht ein. Wir können uns weder noch auf ihn verlassen, noch können wir ihm vertrauen. Dies sind schwerwiegende Gründ dafür weshalb Gorgoroth momentan ohne Infernus weitermacht.Ich habe nun viele Jahre versucht, die originale Formation Gorgoroths beizubehalten, allein schon wegen meinem Respekt vor der vorherigen Arbeit von Infernus und dem Wissen, dass er eines der Gründungsmitglieder war. Ich habe mir lange Zeit gewünscht, dass er wieder der Künstler wird, der er einst war.., habe mittlerweile jedoch realisiert, dass dies wohl niemals mehr geschehen wird. Wir sind an dem Punkt angelangt an dem es unmöglich ist, zusammen mit King ein Feuer zu entfachen wenn von jemand anderem immer wieder Wasser drüber gegossen wird.Ich persönlich bin zwar nicht am formalen Teil beteiligt, wir sind jedoch auf alles was kommen mag vorbereitet. Wir wussten, was uns allen bevorsteht und haben uns -zusammen mit Partnern und Kollegen- dementsprechend vorbereitet, zu dem unter anderem das Sichern des Copyrights bezüglich des Band Namens und andere Formalitäten gehören. Die Anwälte beider Seiten können sich streiten soviel sie wollen; Die Wahrheit ist die Wahrheit, und wer Anderes behauptet lügt und wird dementsprechende Folgen wahrnehmen können.Wir haben uns dazu entschlossen, Gorgoroth zu diesem Zeitpunkt als Duo fortzuführen, denn die Alternative wäre gar kein Gorgoroth. King und ich werden Kunst weiterhin durch Gorgoroth "an den Mann bringen", wie wir es auch in den vergangenen acht Jahren gemacht haben. Wir sind bereits dabei, an einer neuen und verbesserten Version unseres Werks zu arbeiten. In den folgenden Monaten werdet ihr noch mehr Norwegischen Black Metal erhalten, der euch in form von Live-Auftritten und neuen Aufnahmen näher gebracht werden wird. Wir werden die Flamme heller und stärker leuchten lassen, mit oder ohne dem Namen Gorgoroth.


Gaahl – Bergen 23. Oktober 2007

Freitag, 12. Oktober 2007

Party.San Metal Open Air 2008 - Die ersten Bookings für 2008

Die lettischen Heiden von SKYFORGER werden das PARTY.SAN 2008 spielen. SKYFORGER sind definitiv eine der wichtigsten Pagan Metal Bands des Baltikums und bekommen mittlerweile weltweit riesigen Zuspruch. Ihre sehr geniale Mixtur aus rasendem Black Metal und typisch baltischer Folklore sollte man unbedingt gehört haben. Diese Band spielt mit Herz und Seele. SKYFORGER @ PSOA 2008!!! Infos unter: www.skyforger.lv


Einen ihrer im Jahre 2008 sehr rar gesäten Gigs werden LEGION OF THE DAMED (NL) auf dem Party.San OA spielen. Die Holländer werden unter der Hand schon als die „europäischen Slayer“ gehandelt und in der Tat kommt einem bei den Auftritten dieser wahnsinnigen Kombo der Gedanke sofort an die amerikanischen Thrasher auf. LEGION OF THE DAMNED stehen für überwältigende Grooves, messerscharfe Riffs und einen Gesang der euch die Eier abschneidet. Momentan gibt es für diese Jungs keine Konkurrenz!!! Infos unter: www.legionofthedamned.net


Die norwegischen KAMPFAR werden das PARTY.SAN 2008 spielen. Hebt die Hörner und streckt die Schwerter in die Höhe! KAMPFAR zocken seit Jahren erstklassigen Pagan/Black Metal und ziehen ohne Rücksicht auf Trends und Ausverkauf ihr Ding durch. Wer ohne die Platten „Mellom…“ und „Kvass“ nichte leben kann ist auf dem PARTY.SAN 2008 goldrichtig! www.kampfar.com


Wer guten Death Metal mag muß INSISION (swe) kennen. Die Band um Daniel Ekeroth(Swedish Death Metal Book) hat mit ihrer neuen Platte „Ikon“ einen Staub aufgewirbelt der sich in unserem Office einfach nicht mehr legen wollte. Wir zitieren hier mal die Homepage der Band: „Stockholm based Death Metal in the highest form of brutality – Rex Mundi Regare!“. Alle Infos unter: www.insision.com


Quelle: www.party-san.net

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Review: Gorgoroth ~ Incipit Satan


Erschienen: 2000
Label: Nuclear Blast Records
Line-Up: Gaahl (Vocals), Infernus (Guitars), Tormentor (Guitars), King ov Hell (Bass), Sersjant Erichsen (Drums), Daimonion (guest musician - synths)

Der Unmut einer musikalischen Kommerzialisierung aufgrund des Labels wurde ja schon mit dem Vorgänger "Destroyer" begraben, dennoch hebt sich dieses Album einen Tick vom bisherigen Schaffen der Norweger ab. Incipit ist Latein und bedeutet so viel wie "es beginnt", und so startet die Krawallorgie mit einem ersten Highlight - der Titelsong. Ein echter Brecher. Mal wütend schnell, dann wieder boshaft langsam. Hat sich auf dem Party.San ´07 auch als äußerst livefreudig erwiesen, auch wenn er sich da zwischen mehreren Songs ins pausenlose Musikgefüge (Ansagen waren äußerst rar) ordnen mußte. Etwas gemäßigter geht es bei darauf folgenden "A world to win" zu. Auch wenn man seinen Ohren kaum trauen kann - hier wird ein Synth in einem Gorgoroth-Song benutzt. Niemand geringeres wie Ivar Bjørnson (der hier als Daimonion im Booklet auftaucht) drückt hier die Tasten, obwohl sich dieses Instrument auch sehr im Hintergrund aufhält. Song Nr. 3, "Litani til Satan" nimmt erneut den Fuß vom Gas, hier wird die erwähnte Litanei in knurrend gesprochenen Worten heruntergebetet. Nein, "Unchain my heart!!!" ist kein Joe Cocker-Cover - hier holen die Mannen um Gaahl wieder die Brachialkeule raus, auch wenn der Song mit einem kurzen Synth-Intro beginnt. "An exerpt of x" ist zwar auch metallisch, dennoch irgendwie verträumt und recht langatmig. Erinnert mich musikalisch irgendwie an Burzum. Selbige werden im Booklet auch u.a. als musikalische und lyrische Inspiration genannt. Direkt im Anschluss kommt "Ein eim av blod og helvetesild". Dieser Song könnte auch auf einem der ersten beiden Alben stehen, so gnadenlos wird hier geholzt. "Will to power" ist für mich eigentlich nur ein Pausenfüller. Mögen das Synthiegewaber und die verzerrten Stimmen für die Band etwas bedeuten - ich höre mir lieber Gorgoroth´s metallisches Schaffen an. Der letzte Song ist alleine vom Titel her auch schon für diese Band etwas ungewöhnliches: "When love rages wild in my heart". Härtegradmäßig wird auch hier wieder etwas zurückgeschaltet. Die cleanen Vocals werden hier von einem Gewissen Micky Faust übernommen, da (angeblich) Gaahl diesen Titel nicht singen wollte. So bleibt unterm Strick wieder ein starkes Album der Norweger, auch wenn ich nicht böse gewesen wäre, wenn "Will to power" gefehlt hätte.


Sonntag, 7. Oktober 2007

Review: Desekrator ~ Metal for Demons



Erschienen: 1998

Label: Hammerheart Records

Line-Up: Ivar Bjørnson (Guitars), Grutle Kjellson (Vocals & Bass), Infernus (Guitars), Tormentor (Vocals & Guitars), Alligator (Bass & Vocals on "Bergen-Belzen Svinepelsen")

Diese Platte ist das Resultat von der Vorliebe für 80er-Jahre Thrashbands, einem Schuss Humor und einer gewissen Literanzahl Alkohols. Geben sich die Akteure in ihren Hauptbands noch ernsthaft episch bis unerbittlich hart, so wird hier augenzwinkernd geholzt und gelärmt. Natürlich kommt bei einer solchen Mixtur kein Referenzalbum heraus (was aber einige wegen es Line-Ups erwarteten), aber Spaß macht die Platte allemal. Startschuss und gleichzeitig Höhepunkt ist der Titelsong, welcher jede Metalparty rettet. ("Metal for Demons, it´s Metal for Demons - Jesus is bleeding - wow - Metal for Demons"). Weiterhin ragt der Song "Texas Joe" heraus - man glaubt hier wirklich einen zerknirschten Ami mit Jack Daniels-Buddel in der Hand zu hören. Und wer genau hinhört - bei "Bergen-Belzen Svinepelsen" kann man den Refrain singenden Grutle heraushören. Wie schon gesagt, es ist kein Hitalbum - doch das will es auch gar nicht sein. Hier wurde einfach drauf losgespielt und den Spaß am Metal ausgelebt, was natürlich dann auch entsprechend abenteuerlich klingt.