Erschienen: 2000
Label: Nuclear Blast Records
Line-Up: Gaahl (Vocals), Infernus (Guitars), Tormentor (Guitars), King ov Hell (Bass), Sersjant Erichsen (Drums), Daimonion (guest musician - synths)
Der Unmut einer musikalischen Kommerzialisierung aufgrund des Labels wurde ja schon mit dem Vorgänger "Destroyer" begraben, dennoch hebt sich dieses Album einen Tick vom bisherigen Schaffen der Norweger ab. Incipit ist Latein und bedeutet so viel wie "es beginnt", und so startet die Krawallorgie mit einem ersten Highlight - der Titelsong. Ein echter Brecher. Mal wütend schnell, dann wieder boshaft langsam. Hat sich auf dem Party.San ´07 auch als äußerst livefreudig erwiesen, auch wenn er sich da zwischen mehreren Songs ins pausenlose Musikgefüge (Ansagen waren äußerst rar) ordnen mußte. Etwas gemäßigter geht es bei darauf folgenden "A world to win" zu. Auch wenn man seinen Ohren kaum trauen kann - hier wird ein Synth in einem Gorgoroth-Song benutzt. Niemand geringeres wie Ivar Bjørnson (der hier als Daimonion im Booklet auftaucht) drückt hier die Tasten, obwohl sich dieses Instrument auch sehr im Hintergrund aufhält. Song Nr. 3, "Litani til Satan" nimmt erneut den Fuß vom Gas, hier wird die erwähnte Litanei in knurrend gesprochenen Worten heruntergebetet. Nein, "Unchain my heart!!!" ist kein Joe Cocker-Cover - hier holen die Mannen um Gaahl wieder die Brachialkeule raus, auch wenn der Song mit einem kurzen Synth-Intro beginnt. "An exerpt of x" ist zwar auch metallisch, dennoch irgendwie verträumt und recht langatmig. Erinnert mich musikalisch irgendwie an Burzum. Selbige werden im Booklet auch u.a. als musikalische und lyrische Inspiration genannt. Direkt im Anschluss kommt "Ein eim av blod og helvetesild". Dieser Song könnte auch auf einem der ersten beiden Alben stehen, so gnadenlos wird hier geholzt. "Will to power" ist für mich eigentlich nur ein Pausenfüller. Mögen das Synthiegewaber und die verzerrten Stimmen für die Band etwas bedeuten - ich höre mir lieber Gorgoroth´s metallisches Schaffen an. Der letzte Song ist alleine vom Titel her auch schon für diese Band etwas ungewöhnliches: "When love rages wild in my heart". Härtegradmäßig wird auch hier wieder etwas zurückgeschaltet. Die cleanen Vocals werden hier von einem Gewissen Micky Faust übernommen, da (angeblich) Gaahl diesen Titel nicht singen wollte. So bleibt unterm Strick wieder ein starkes Album der Norweger, auch wenn ich nicht böse gewesen wäre, wenn "Will to power" gefehlt hätte.
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