Römerbrief 5,12: Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.
Dies zum Thematik der Platte. Auch diesmal wird der Tod in all seinen Facetten beleuchtet, das von Mortuus gestaltete Booklet ist entsprechend stimmungsvoll mit der Vergänglichkeit des Lebens gestaltet. Erneut wird nicht durchweg das Gaspedal durchgedrückt, sondern gezielt an den richtigen Stellen die Geschwindigkeit rausgenommen und sogar ganz auf Gitarren verzichtet ("1651", erneut eine Kooperation mit Arditi) bevor man nahtlos ins Geprügel übergeht ("Limbs of Worship"). Die Produktion ist sehr druckvoll, was bangkompatiblen Nackenbrechern wie "Imago Mortis" gut steht. Aber auch schnelle Songs wie "Cold Mouth Prayer" (der Namensgeber dieses Blogs), zu dem sich der ehemalige Marduk-Sänger Joakim Göthberg ins Studio einfand sind echte Perlen des extremen Metals. Ein zweiter Gastsänger (Alan von den irischen Primordial) wurde für den cleanen Gesang zu "Accuser/Opposer" verpflichtet - auch ein Novum für Marduk. Besonders hervorzuheben sind die Vocals von Mortuus. Was er beim Vorgängeralbum "Plague Angel" noch nicht ausspielen konnte, scheint ihm hier eine wahre Freude zu sein: Er schreit, knurrt, brüllt - die Zweifel an seiner stimmlichen Nachfolge zu Legion (der auch über ein kräftiges, aber bei weitem nicht so variables Organ verfügt) sollten damit endlich begraben werden. Sollte Marduk dieses Niveau beim nächsten Album beibehalten, ist der nächste Dauerrotierer im Player schon gesichert.
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