Sonntag, 6. Januar 2008

Konzertbericht Winter Ride Tour 2008

Das KW70 lud ein zum Tanz. 4 Bands für 10 läppische Euro - das sollte man sich nicht entgehen lassen.


Leider kamen wir beim Opener Helritt etwas zu spät, so daß wir die Hälfte verpasst haben. Die Thüringer spielten selbstverständlich nur Sachen aus ihrer aktuellen (und bisher einzigen) Scheibe "Trotzend dem Niedergang" und wurden als Opener überraschend gut aufgenommen.
Als nächstes enterte die St. Petersburger Band Nomans Land die Bühne. Solider Viking Metal, der zu gefallen wußte. Die seit 1996 aktive Band hat mittlerweile 3 Alben herausgebracht. Ein guter Auftritt, wenn auch etwas kurz. Unberechtigterweise war der Verlierer des Abends die tschechischen Trollech. Es machte einen schon stutzig, daß beim Soundcheck keiner am Schlagzeug rumwerkelte. Die Vermutung, daß es ein Auftritt mit Drumcomputer werden sollte, bestätigte sich nach ein paar Minuten. Leider wurde der erste Song nach ca. 2 Minuten wegen Monitorproblemen abgebrochen. Nach einem weiteren Check ging das Stück dann auch glatt über die Bühne. Die Band entschuldigte sich für den Auftritt ohne Drummer Sheafraidh, dieser sei krank und konnte daher nicht spielen. Dagegen ließ sich nichts einwenden, der Drumsound war zwar computertechnisch zu dünn und zu steril, das Publikum hat trotzdem das Beste draus gemacht und dankte es entsprechend der Band. Headliner des Abends waren die Sachsen-Anhalter Thrudvangar. Mit 6 Musikern auf der Bühne auch gleichzeitig die personell größte Band. Sänger Matze nahm nach jedem Song einen Schluck aus seiner (vermutlich Met) Buddel. Musikalisch war die Band dank Keyboardunterstützung episch und hatte dazu noch einen super Sound zu bieten . Die Texte wurden (wie auch Trollech) ausschließlich in Muttersprache dargeboten. Nach einer interessanten Stunde in die Gefilde des Viking Black Metals gab es noch eine Zugabe.


Fazit: Viel gute Musik für´s Geld. Leider hat sich die braune Fraktion auch wieder blicken lassen (leider in letzter Zeit wohl "normal" für Pagan Metal Konzerte), diese blieben meines Wissens aber ruhig. Wir hoffen, daß uns das KW70 auch in Zukunft solch Hörgenüsse anbietet.

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