Samstag, 27. Dezember 2008

Fucking Christmas Tour 2008 / 26.12.2008, KW70, Bad Salzungen





Zur Weihnachtszeit gabs mal wieder Metal im Kalle auf die Ohren. Allerdings war doch einiges anders, wie man vorerst annehmen sollte. Zum einen der Ausfall der Russen ARKONA als Headliner, die wegen Visaschwierigkeiten in ihrer Heimat bleiben mußten. Schade drum. Weiterhin bemängelbar war der Einlass von rechten Spacken. Wenn jemand problemlos mit nem "White Power"-Shirt durch den Eintritt kommt, sollte man die Security mal fragen, ob sie die Tomaten von den Augen nehmen können. Oder ist´s vom Veranstalter so geduldet? Könnte wetten, daß am 2.1. und 9.4. wieder ähnliche Gestalten dort auftauchen. Daß das Nichtraucherschutzgesetz im KW70 nicht beachtet wurde, war den überwiegenden Rauchern egal und der tolerante Nichtraucher hat sich auch nicht wirklich dran gestört. Es war allerdings zum Ende hin ganz schön zugenebelt. Aber egal, die Musik zählt und darum gehts jetzt.

Opener waren (nach einem endlosen Soundcheck) die Thüringer HELRITT. Diese sind in hiesigen Kreisen ja ganz gut bekannt und konnten mit ihrem Pagan Metal überzeugen und ließen die ersten Matten kreisen. Hauptaugenmerk war weiterhin ihr Album "Trotzend dem Niedergang" aber auch neue Stücke wurden vorgestellt. Der Titelsong dieses Albums sollte den Schlusspunkt in ihrem Set setzen, zur Zugabe gabs dann aber nochmal nen guten Midtempo-Banger auf die Ohren.





Als nächstes durften die Dänen VARDLOKKUR auf die Bretter. Diese mußten ihr Equipment fast im Alleingang aufbauen. Sänger Vrede hätte mit seiner Ganzkörperbemalung auch gut zu Gorgoroth gepaßt. Die Nordeuropäer waren zu dritt. Glücklicherweise hat man Bassisten Yngleborgaz nen geilen Sound aus seinem Viersaiter gezaubert, so daß das Fehlen einer zweiten Gitarre hier schon als Pluspunkt gewertet werden kann. Musikalisch gab´s das volle Brett. Kein Klargesang war zu verzeichnen. Mal höllisch schnell, dann wieder groovend - dem Publikum gefiel das sehr. Für mich die Überraschung des Abends!





Durch den Ausfall von Arkona sind MENHIR an erste Stelle gerückt. Soundcheck wurde kaum gemacht, was sich beim ersten Song mit einem zu leisen Monitorsound beim Bassisten rächen sollte. Menhir aus Breitungen hatten hier ja quasi Heimspiel, so wurden wir auch mit einem "Hallo Zuhause!" begrüßt. Musikalisch war es hier gewohnt hymnisch, mit vielen cleanen Vocals, die auch von vielen lauthals mitgesungen wurden.





Ein toller Abend, der schon hungrig auf den 2.1. und 9.4.2009 macht!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Moin Moin,

tja da haben der W und ich wohl was verpasst... :-(

Das mit den Glatzen ist schon mehrmals vorgekommen...in Hildburghausen bei Andras war das noch schlimmer...auf dem Ragnaröök gab es auch schon Vorfälle...

Ich frage mich ernsthaft, ob die Pagan Metal-Szene und/oder die Veranstalter an solch einer Infiltration schuld sind...für den Metal und die Fans ist das mehr als traurig...

Metallischen Gruß
HdN